China Tungsten: 526 Millionen Yuan für PCB-Bohrer

China Tungsten investiert 526 Mio. Yuan in PCB-Bohrer-Produktion. Nach Rekordgewinn im ersten Halbjahr 2026 soll die Kapazität massiv ausgebaut werden.

Die Kernpunkte:
  • Investition von 526 Millionen Yuan
  • Nettogewinn steigt um 280 Prozent
  • Kursplus von 7,1 Prozent
  • Kaufempfehlung von Dongwu Securities

Der chinesische Wolfram-Spezialist China Tungsten and HighTech Materials setzt nach einem wachstumsstarken Halbjahr auf eine massive Kapazitätserweiterung im Bereich der Mikro-Werkzeuge.

Mit einer Investitionssumme von insgesamt 526 Millionen Yuan plant das Unternehmen drei neue Projekte für PCB-Bohrer, um die steigende Nachfrage aus der Halbleiterindustrie zu bedienen. Die Aktie reagierte am heutigen Donnerstag mit einem deutlichen Kursplus von 7,1 % auf 67,46 CNY.

Rekordergebnisse stützen Expansionskurs

Die finanzielle Basis für diesen Ausbau legten die bereits vor rund zwei Wochen gemeldeten Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026. In diesem Zeitraum stieg der Umsatz des Konzerns auf 16,385 Milliarden Yuan. Besonders deutlich fiel das Plus beim Nettogewinn aus, der um 280,53 % auf nun 2,076 Milliarden Yuan kletterte. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch ein günstiges Preisumfeld für Wolframprodukte und die steigende Bedeutung von Präzisionswerkzeugen in der Elektronikfertigung getrieben.

Die strategische Entscheidung, die Produktion von Leiterplatten-Bohrern (PCB-Bohrern) zu erweitern, zielt auf die Etablierung einer stabilen zweiten Wachstumssäule ab.

Während das traditionelle Geschäft mit Wolfram-Rohstoffen weiterhin von globalen Versorgungsengpässen profitiert, verspricht das Segment der Hochpräzisionswerkzeuge höhere Margen durch die technologische Nähe zum KI-Sektor. Da China seit dem vergangenen Jahr strengere Exportkontrollen für Wolframpulver implementiert hat, rücken integrierte Produzenten stärker in den Fokus der Anleger.

Analysten bestätigen positive Aussichten

Das Analysehaus Dongwu Securities bekräftigte am Dienstag seine Kaufempfehlung für den Wert. Die Experten sehen das Unternehmen hervorragend positioniert, um vom anhaltenden Bedarf an Hardware für künstliche Intelligenz und dem aktuellen Chip-Superzyklus zu profitieren. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 prognostiziert Dongwu Securities einen Nettogewinn von 5,1 Milliarden Yuan. In den Folgejahren 2027 und 2028 rechnen die Analysten mit einer weiteren Steigerung auf 5,4 Milliarden beziehungsweise 5,8 Milliarden Yuan.

Die Marktbedingungen für Wolfram sind derzeit weltweit angespannt, da rund 80 % der Produktion aus China stammen. Dies hat dazu geführt, dass die Preise für Vorprodukte wie elektronisches Wolframhexafluorid massiv gestiegen sind.

China Tungsten profitiert hierbei von seiner führenden Rolle in der Wertschöpfungskette und der hohen Eigenversorgungsquote mit Rohstoffen, was dem Konzern einen Wettbewerbsvorteil gegenüber reinen Verarbeitern verschafft.

Langfristiger Aufwärtstrend hält an

Trotz der jüngsten Volatilität im breiteren Technologiemarkt zeigt die Aktie von China Tungsten and HighTech Materials eine bemerkenswerte Dynamik. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier einen Zuwachs von 143 %. Die Kombination aus Rohstoffbesitz und der gezielten Erweiterung der Fertigungstiefe im Bereich der Speziallegierungen scheint das Vertrauen der Investoren nachhaltig zu festigen.

Die neuen Produktionsanlagen für Mikrofräser sollen dazu beitragen, die Abhängigkeit von zyklischen Rohstoffpreisen weiter zu verringern. Da die Halbleiterindustrie derzeit einen Trend zu immer größeren und komplexeren Substraten verzeichnet, steigen die Anforderungen an die Qualität der benötigten Bohrwerkzeuge kontinuierlich. China Tungsten positioniert sich mit den aktuellen Investitionsprojekten als zentraler Zulieferer für die globale Elektronikfertigung.

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