China Tungsten: 7 Prozent Minus auf 63,15 CNY

Trotz stark steigender Wolframpreise bricht die Aktie von China Tungsten ein. Der Markt leidet unter einem strukturellen Angebotsdefizit.

Die Kernpunkte:
  • Aktienkurs verliert über sieben Prozent
  • Wolframit-Konzentrat auf Rekordniveau
  • Chinesische Produktionsquoten sinken um acht Prozent
  • China Tungsten sichert strategische Rohstoffreserven

Explodierende Rohstoffpreise treffen auf einen einbrechenden Aktienkurs. Während Wolfram weltweit knapp wird, verliert das Papier von China Tungsten am Montag über sieben Prozent. Es ist eine Entwicklung, die fundamentale Stärke und kurzfristige Panik vereint.

Wolfram-Preise erreichen Rekordniveau

Wolframit-Konzentrat verteuerte sich Anfang Juni auf 434.500 Yuan pro Tonne. Ein Plus von 8.000 Yuan in nur einer Woche. Parallel dazu stiegen die Preise für Ammoniumparawolframat auf 685.000 Yuan je Tonne.

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Smelter und Verarbeitungsbetriebe halten sich derzeit mit neuen Angeboten zurück. Sie warten ab. Indes decken sich Pulver- und Hartmetallwerke aggressiv mit Vorräten ein.

Strukturelles Defizit belastet den Markt

Die Ursache liegt in einem tiefgreifenden Angebotsdefizit. Chinas Produktionsquoten für Wolfram-Konzentrat fielen im Jahresvergleich um acht Prozent. Weltweit stehen für das laufende Jahr damit nur rund 115.000 Tonnen zur Verfügung.

Hinzu kommen sinkende Erzgehalte in bestehenden Minen. Die Förderung wird dadurch technisch anspruchsvoller und teurer. Chinas eigene Rüstungs- und Luftfahrtindustrie absorbiert zudem immer größere Teile der heimischen Produktion.

Strategische Dominanz durch Integration

China Tungsten kontrolliert als Tochter von China Minmetals die gesamte Kette. Die Shizhuyuan-Mine verfügt über Reserven von 500.000 Tonnen. Durch die Integration der Hengyang-Yuanjing-Mine kamen weitere 154.500 Tonnen an Seltenmetall-Reserven hinzu.

Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Umsatz von 34 Milliarden Yuan erwartet. Der aktuelle Kurssturz auf 63,15 CNY steht dazu im krassen Gegensatz. Mit einem RSI von 21,3 gilt das Papier nun als technisch massiv überverkauft.

Das strukturelle Defizit am Markt wird voraussichtlich bis 2028 anhalten. Für China Tungsten sichert dies eine starke Verhandlungsposition bei Hochleistungslegierungen. Die Kursentwicklung der nächsten Tage entscheidet darüber, ob die Unterstützung bei 60 CNY hält.

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