Chinas Automarkt könnte erstmals seit rd. 30 Jahren schrumpfen

Aufgrund des Handelsstreits mit den USA könnte seit Anfang der 90er-Jahre der chinesische Automarkt zum ersten Mal schrumpfen. Grund hierfür ist die schwache Kauflust der Chinesen. Denn die Menschen überlegen länger, bevor sie größere Anschaffungen tätigen.

Damit werde es schwierig, bis zum Ende des Jahres eine positive Tendenz zu bewahren, sagte der Vize-Generalsekretär des Branchenverbandes CAAM, Yao Jie, am Freitag. „Es könnte auch einen Rückgang geben.“ Denn es gab im Oktober bereits den vierten Monat in Folge rückläufigen Verkaufszahlen.

Bereits in den ersten zehn Monaten diesen Jahres fiel der Absatz um 0,1 % auf 22,97 Millionen Autos. Eigentlich hatte sich der CAAM ein Wachstum für 2018 von 3 % zum Ziel gesetzt, was das Niveau des Vorjahres wäre, aber immer noch weit weg von +13,7 % in 2016. Doch diese Zahlen sind in weite Ferne gerückt.

Auch deutsche Hersteller betroffen

Die Zahlen belasten natürlich auch die deutschen Autohersteller. Bei Volkswagen allein sank der Umsatz um 9,8 % auf 274.100 Autos. Weltweit sank der Absatz um 6,2 % auf 516.900 Fahrzeuge.

Premium-Marken haben Auftrieb

Allein Audi und Daimler können gegensteuern. Denn Audi verkaufte von Januar bis Oktober in China gut 14 % mehr Fahrzeuge und auch Daimler konnte mit Mercedes-Benz nachziehen. Hier wurden in China im letzten Monat, laut jüngsten Konzernangaben, mit 50 231 Fahrzeugen gut 9 % mehr verkauft.

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