Chinas Wirtschaft wächst im Sommer schneller als erwartet
Industrieproduktion und Einzelhandel stützen das Quartalswachstum, während sinkende Immobilieninvestitionen die Entwicklung bremsen.

- Quartalswachstum über Analystenschätzungen
- Industrieproduktion steigt um 5,5 Prozent
- Einzelhandelsumsätze legen um 1,1 Prozent zu
- Immobilieninvestitionen sinken um 20,6 Prozent
Chinas Wirtschaft hat im Sommer an Dynamik gewonnen. Mit einem Zuwachs von 4,5 Prozent im dritten Quartal übertraf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt die Erwartungen von Analysten, die im Schnitt von 4,4 Prozent ausgegangen waren. Damit rückt das offizielle Jahresziel der Führung in Peking auch ohne zusätzliche Konjunkturprogramme wieder in greifbare Nähe.
Nach einem Zuwachs von 4,3 Prozent im Frühjahr zog das Tempo damit leicht an, nachdem das Jahr mit 5,0 Prozent begonnen hatte. Gegenüber dem Vorquartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 1,2 Prozent.
In den ersten neun Monaten des Jahres belief sich die wirtschaftliche Expansion damit auf 4,6 Prozent. Das Ergebnis liegt innerhalb des von der Regierung gesteckten Zielkorridors, der ein Jahreswachstum von 4,5 bis 5 Prozent vorsieht. Auch der Internationale Währungsfonds veranschlagt für dieses Jahr ein Plus von 4,5 Prozent, verwies zuletzt jedoch auf Gegenwind durch teureres Öl und strukturelle Belastungen.
Industrie und Konsum stützen die Entwicklung
Verantwortlich für das robustere Bild waren im September vor allem die Produktion und die Kauflaune. Die Industrieproduktion stieg im vergangenen Monat um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Parallel dazu zogen die Einzelhandelsumsätze um 1,1 Prozent an, nachdem sie im August lediglich um 0,4 Prozent zugelegt hatten.
Die Flaute am heimischen Immobilienmarkt bremst die Dynamik jedoch weiterhin aus. Bei den gesamten Anlageinvestitionen verzeichnete die Statistik in den ersten neun Monaten des Jahres einen Rückgang um 7,2 Prozent. Die reinen Immobilieninvestitionen brachen im selben Zeitraum sogar um 20,6 Prozent ein.
Am städtischen Arbeitsmarkt zeigte sich die Situation derweil stabil. Die Quote sank im September leicht auf 5,2 Prozent. Solange Industrie und Konsum die Schwäche des Bausektors ausgleichen, bleibt Peking bei seinen wirtschaftlichen Zielvorgaben für das Gesamtjahr auf Kurs.
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