Circus Aktie: 20. Mai auf Cantor-Summit
Circus SE präsentiert sich auf dem Cantor Summit, während die Aktie unter Druck steht und Pilotprojekte noch keine festen Verträge sind.

- Präsentation auf Cantor European Summit
- Aktie 66 Prozent unter Jahreshoch
- Pilotprojekte ohne verbindliche Verträge
- Defence-Sektor als zweites Standbein
Am 20. Mai präsentiert sich Circus SE auf dem Cantor European Summit in Hamburg. Für ein Unternehmen, das 2026 zwischen 44 und 55 Millionen Euro Umsatz anpeilt — nach gerade einmal 250.000 Euro im Vorjahr — ist das keine Routine-Veranstaltung.
Die Aktie notiert mit 7,80 Euro rund 66 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und hat seit Jahresbeginn mehr als ein Drittel ihres Werts verloren. Marktteilnehmer wissen, warum: Operative Fortschritte gibt es durchaus, aber verbindliche Verträge fehlen weitgehend.
Piloten statt Verträge — das Kernproblem
Testdeployments bei der Bundeswehr, REWE und der Mercedes-Benz-Gastronomie klingen nach Momentum. Sie sind es nur bedingt. Pilotprojekte generieren keinen Umsatz — und genau das ist die Crux. REWE wird voraussichtlich erst im Herbst über einen bundesweiten Rollout entscheiden. Bis dahin bleibt die zentrale Frage offen: Wie viele der kommunizierten Vorbestellungen wurden bereits in verbindliche Verträge umgewandelt?
Das Management wird in Hamburg mit soliden Q1-Zahlen argumentieren. Circus steigerte die Systemverfügbarkeit des CA-1-Kochroboters von rund 70 auf über 90 Prozent. Die Produktionskapazität wuchs um 60 Prozent, die Montagezeit halbierte sich auf rund vier Wochen. Im ersten Quartal fertigte das Unternehmen 16 Einheiten — bis zum vierten Quartal soll die monatliche Rate auf 64 Einheiten steigen.
Defence als zweites Standbein
Neben dem Gastro-Geschäft rückt der Verteidigungssektor ins Bild. Bundeswehr, Litauen und Ukraine sind bereits Kunden, über zehn NATO-Staaten befinden sich in aktiven Gesprächen. Der militärische Outdoor-Roboter CA-M hat seinen Prototyp-Test bestanden und soll 2026 erste Umsätze generieren — zwei Jahre früher als ursprünglich geplant.
Hinzu kommt die geplante Übernahme des belgischen Food-Robotik-Spezialisten Alberts, vorbehaltlich Due Diligence und vorgesehen für Ende des zweiten Quartals. Alberts-Systeme benötigen nur einen Quadratmeter Grundfläche, während der CA-1 mehrere Quadratmeter beansprucht — das erschließt Büros, Kliniken und Bildungseinrichtungen als neue Absatzmärkte.
Quartalsbericht als nächster Prüfstein
mwb research hält am Kursziel von 46 Euro fest und rechnet am oberen Ende der Prognose mit rund 55 Millionen Euro Umsatz für 2026. Den Gewinn je Aktie sehen die Analysten in diesem Jahr noch bei minus 0,30 Euro; der erste positive Wert soll 2027 folgen.
Ob das Umsatzziel erreichbar ist, hängt davon ab, wie schnell laufende Piloten in feste Vereinbarungen überführt werden. Am 3. Juni liefert der Quartalsbericht erste belastbare Zahlen — und damit die härteste Antwort auf die Frage, die Investoren seit Monaten beschäftigt.
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