Circus Aktie: Droht Abschwung?

Das Robotikunternehmen meldet tiefrote Zahlen für 2025, kündigt aber eine Umsatzexplosion an. Anleger reagieren skeptisch und der Kurs fällt auf Jahrestiefs.

Die Kernpunkte:
  • Hoher operativer Verlust bei minimalem Umsatz 2025
  • Management prognostiziert Umsatzsprung auf bis zu 55 Mio. Euro
  • Aktienkurs stürzt um 65 Prozent auf Jahrestief
  • Unternehmensführung kauft eigene Aktien nach

Das Hamburger Robotik-Unternehmen Circus SE liefert derzeit ein extremes Kontrastprogramm. Während die Bilanz für 2025 kaum nennenswerte Umsätze, aber tiefe rote Zahlen aufweist, stellt das Management für das laufende Jahr eine regelrechte Umsatzexplosion in Aussicht. Anleger strafen diese Diskrepanz zwischen operativer Realität und ehrgeizigen Zielen an der Börse gnadenlos ab.

Die nackten Zahlen des vergangenen Jahres sprechen eine klare Sprache. Einem minimalen Erlös von 0,25 Millionen Euro stand 2025 ein operativer Verlust von rund 15 Millionen Euro gegenüber. Für 2026 ruft die Führungsetage nun plötzlich Erlöse zwischen 44 und 55 Millionen Euro aus. Der Kapitalmarkt honoriert diesen enormen Optimismus bislang überhaupt nicht. Im Gegenteil: Mit einem aktuellen Kurs von 6,26 Euro notiert das Papier nur Haaresbreite über dem gestern markierten 52-Wochen-Tief. Auf Jahressicht beläuft sich der Wertverlust auf drastische 65 Prozent.

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Pilotprojekte sollen die Wende bringen

Um die ambitionierte Prognose zu stützen, verweist das Management auf eine gut gefüllte Pipeline. Der autonome Lebensmittelproduktionsroboter CA-1 befindet sich mittlerweile in der Serienfertigung. Theoretisch stehen über 8.000 Vorbestellungen mit einem Umsatzpotenzial von 1,6 Milliarden Euro im Raum. Bisher mangelt es jedoch an bindenden, zahlungswirksamen Aufträgen aus diesem Pool.

Hoffnung machen prominente Pilotkunden. Seit Januar läuft ein Vertrag zur Kasernenverpflegung mit der Bundeswehr, und im Sommer 2026 soll ein Kantineneinsatz bei Mercedes-Benz in Sindelfingen starten. Zudem testet REWE den Roboter derzeit in einer achtmonatigen Phase in Düsseldorfer Filialen. Um potenziellen Kunden die hohen Anschaffungskosten schmackhaft zu machen, startet im ersten Quartal eine Leasing-Partnerschaft mit einer LBBW-Tochter. Dies soll die Hürde für finale Vertragsabschlüsse deutlich senken.

Insider greifen zu

Interessant ist in dieser Gemengelage das Verhalten der Unternehmensspitze. Sowohl Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins als auch die Beteiligungsgesellschaft von CEO Nikolas Bullwinkel haben in den vergangenen Wochen auf dem gedrückten Kursniveau eigene Aktien zugekauft.

Die Stunde der Wahrheit rückt für das Unternehmen schnell näher. Am 28. März 2026 lädt die Circus SE zum Investor Day in die Motorworld München. Dort muss das Management zwingend handfeste Daten und erste verbindliche Konvertierungen aus den laufenden Testläufen präsentieren, um der aggressiven Umsatzprognose ein glaubwürdiges Fundament zu geben.

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