Circus Aktie: Meta-Partnership mit Ray-Ban-Integration
Circus SE treibt die Transformation zur Softwareplattform voran, kämpft aber mit der Diskrepanz zwischen ambitionierten Umsatzzielen und aktuell geringen Erlösen.

- Neue CircusOS-Plattform als strategischer Kern
- Übernahme von Alberts für Marktexpansion
- Umsatzprognose 2026 bei bis zu 55 Millionen
- Aktie mit deutlichem Jahresverlust
Vom Kochroboter-Hersteller zum Softwareplattform-Anbieter — Circus SE hat den Kurs gewechselt. Die Strategie klingt überzeugend. Die Zahlen erzählen bislang eine andere Geschichte.
CircusOS: Software als neues Fundament
Das Herzstück der Transformation ist das Betriebssystem CircusOS. Es verwaltet den gesamten Roboter-Lebenszyklus — von der Bedarfsplanung bis zur vorausschauenden Wartung. Grundlage sind über 45.000 Stunden gesammelte Betriebsdaten.
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Langfristig soll CircusOS auch Betreibern ohne eigenen Circus-Roboter offenstehen. Geplant ist ein eigenständiges SaaS-Produkt mit API-Anbindung an bestehende Unternehmenssysteme. Als Technologiepartner hat Circus Meta gewonnen: Küchenbetreiber sollen Ray-Ban-Smartglasses nutzen, die Bedienanleitungen in Echtzeit einblenden.
Ein neues Leasingmodell soll den Vertrieb beschleunigen. Ab 4.000 Euro monatlich erhalten Kunden Zugang zu den autonomen Systemen — ohne Vorabinvestition. Partner sind die Landesbank Württemberg und Siemens Financial Services. Das Unternehmen gibt an, die Verkaufszyklen damit um bis zu 70 Prozent zu verkürzen.
Alberts-Übernahme erweitert die Plattform
Ein weiterer Baustein ist die geplante Übernahme des belgischen Food-Robotik-Anbieters Alberts. Das Closing ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Den Kaufpreis nennt Circus erst zum Abschluss — er hängt von Kursentwicklung und Due-Diligence-Ergebnis ab. Bezahlt wird in Circus-Aktien mit einer Lockup-Periode von 30 Monaten.
Alberts bringt Kunden wie Danone, Decathlon und Sodexo mit. Ferner erschließt die Übernahme sechs europäische Märkte ohne eigenen Vertriebsaufbau. Alle drei Systeme — CA-1, Alberts One und der militärische CA-M — sollen über CircusOS verbunden werden.
Piloten sind keine Verträge
Hier liegt das eigentliche Problem. Circus verzeichnet 500 feste Bestellungen von rund 40 Kunden. Hinzu kommen tausende unverbindliche Vorbestellungen. Pilotprojekte laufen bei der Bundeswehr, REWE und der Mercedes-Benz Gastronomie in Sindelfingen.
REWE entscheidet im Herbst über einen flächendeckenden Rollout. Das ist ein wichtiger Termin. Die Umsatzguidance für 2026 liegt bei 44 bis 55 Millionen Euro — bei einem Unternehmen, das 2025 lediglich 250.000 Euro erlöste. Trotz der Alberts-Übernahme hat Circus die Guidance nicht angehoben.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 8,32 Euro. Das entspricht einem Jahresverlust von fast 44 Prozent. Vom Hoch bei 22,80 Euro aus dem November 2025 ist der Kurs weit entfernt. Der RSI von 20,5 signalisiert eine technisch überverkaufte Lage — was die jüngste Erholung von knapp 40 Prozent im Monatsverlauf erklärt.
Am 3. Juni veröffentlicht Circus den formellen Q1-Bericht. Dann zeigt sich, ob Pilotprojekte in verbindliche Aufträge umgewandelt wurden. Am 16. Juli folgt der nächste Quarterly Update Call — der erste echte Stresstest für die Umsatzguidance.
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