Circus Aktie: Update-Call am 16. Juli erwartet

Circus SE kämpft mit hohen Verlusten und Kursverfall, während das Management für 2026 einen massiven Umsatzanstieg auf 55 Millionen Euro anpeilt.

Die Kernpunkte:
  • Operativer Verlust von 15,3 Millionen Euro
  • Aktienkurs verliert 44 Prozent an Wert
  • Umsatzziel von 55 Millionen Euro
  • Entscheidender Produktionshochlauf geplant

Bei der Circus SE klaffen Vision und Börsenrealität weit auseinander. Das Unternehmen verspricht für das laufende Jahr einen massiven Umsatzsprung. An der Börse dominiert derweil die Skepsis. Die Aktie handelt tief im roten Bereich.

Rote Zahlen und ein wichtiger Termin

Das Geschäftsjahr 2025 markierte den operativen Startschuss. Nach vier Jahren Entwicklung lieferte Circus im vierten Quartal erste Systeme aus. Der Umsatz kletterte auf rund 1,5 Millionen Euro.

Das operative Geschäft kostet allerdings viel Geld. Das bereinigte EBITDA rutschte auf minus 15,3 Millionen Euro ab. Unbereinigt fiel der Verlust noch höher aus. Übernahmen und Kapitalmaßnahmen belasteten das Ergebnis zusätzlich.

Nun warten Investoren auf Gewissheit. Bis Ende Juni muss das Management den testierten Geschäftsbericht vorlegen. Bislang liegen nur vorläufige Eckdaten vor.

Analysten uneins über das Potenzial

Am Markt sorgt die Wartezeit für Verkaufsdruck. Die Aktie verlor auf Jahressicht knapp 44 Prozent an Wert. Der Kurs notiert weit unter seinem bisherigen Höchststand.

Marktbeobachter bewerten die Lage extrem unterschiedlich. Das Analysehaus mwb research ruft ein Kursziel von 46 Euro auf. Montega sieht den fairen Wert hingegen bei 10 Euro.

Beide Experten raten zum Kauf. Sie bewerten das Tempo der Skalierung jedoch völlig verschieden.

Der Produktionshochlauf entscheidet

Für das laufende Jahr plant der Vorstand aggressiv. Der Umsatz soll auf bis zu 55 Millionen Euro ansteigen. Der operative Verlust soll auf maximal acht Millionen Euro sinken. Dafür steht ein Finanzierungsrahmen über 50 Millionen Euro bereit.

Diese Ziele erfordern eine fehlerfreie Produktion. Zum Jahresauftakt fertigte Circus 16 Einheiten. Im vierten Quartal soll die Kapazität auf 64 Systeme pro Monat wachsen. Das reicht laut Unternehmensplanung aus, um die erwartete Nachfrage komplett zu bedienen.

Neue Zukäufe stützen die Expansion. Mit der Übernahme von Fully AI erweiterte der Konzern sein Technologie-Portfolio. Erste Aufträge aus dem Verteidigungssektor generieren bereits frisches Geld.

Am 16. Juli liefert das Management neue Antworten. Im anstehenden Update-Call müssen die Verantwortlichen konkrete Fortschritte vorweisen. Die Vorgabe: Aus losen Pilotprojekten müssen verbindliche Verträge werden. Die Supermarktkette REWE entscheidet im Herbst über einen möglichen Rollout.

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