Circus: Bundeswehr nimmt erste Systeme ab

Circus SE meldet operative Fortschritte bei Robotik und Verteidigung, während die Aktie weiter unter Druck bleibt.

Die Kernpunkte:
  • Serienproduktion des KI-Roboters angelaufen
  • Bundeswehr nimmt Circus-System in Betrieb
  • Übernahme von Alberts für Food-Robotik
  • Umsatzlücke zwischen Prognose und Realität

Die Produktion skaliert, neue Zukäufe stehen an, die Bundeswehr testet die Systeme. Bei Circus SE häufen sich die operativen Erfolgsmeldungen. Zwischen der technologischen Realität und den ambitionierten Finanzzielen des Vorstands klafft allerdings weiterhin eine gewaltige Lücke.

Ein Blick auf den Kurszettel verdeutlicht die Skepsis der Investoren. Die Aktie notiert aktuell bei 8,27 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 31 Prozent an Wert verloren. Eine extreme annualisierte Volatilität von über 100 Prozent prägt den Handel. Anleger warten auf harte finanzielle Fakten, die den jüngsten Quartalsbericht untermauern.

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Skalierung in der Fertigung

Technologisch meldet das Unternehmen den Übergang von der Forschung in die Serienproduktion. Der KI-Roboter der vierten Generation erreicht laut Management mittlerweile eine Systemverfügbarkeit von über 90 Prozent. Derzeit befinden sich 17 Einheiten im aktiven Einsatz oder in der Integration.

Eine Partnerschaft mit dem Auftragsfertiger Celestica drückt die Produktionszeiten spürbar. Die Fertigungsdauer pro Roboter halbierte sich auf rund vier Wochen. Im Lauf des Jahres will Circus die Kapazität schrittweise hochfahren und Ende 2026 monatlich 64 Einheiten produzieren.

Parallel dazu erschließt die Tochtergesellschaft Circus Defence neue Märkte. Auf einem gesicherten Stützpunkt der Bundeswehr nahm das Unternehmen erstmals ein System in Betrieb. Der Auftraggeber erteilte den Zuschlag erst drei Monate zuvor.

Das Segment entwickelt sich schneller als vom Management erwartet. Aktuell laufen Verhandlungen mit mehr als zehn NATO-Mitgliedstaaten. Auch Auslieferungen zur Versorgung ukrainischer Soldaten befinden sich im Integrationsprozess.

Zukauf und die Frage nach dem Umsatz

Um das Portfolio für flächenbegrenzte Umgebungen zu erweitern, unterzeichnete Circus eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme des belgischen Food-Robotik-Unternehmens Alberts. Die Bezahlung erfolgt über neue Circus-Aktien, die einer Sperrfrist von 30 Monaten unterliegen. Alberts bringt namhafte Bestandskunden wie Danone und Decathlon mit.

Das zentrale Problem bleibt die Umsatzprognose. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Circus lediglich 250.000 Euro, bei einem operativen Verlust von knapp 15 Millionen Euro. Für 2026 peilt das Management nun Erlöse von bis zu 55 Millionen Euro an.

Diese Zielvorgabe erfordert den raschen Abschluss verbindlicher Verträge. Bislang kommunizierte das Unternehmen 500 Bestellungen, ließ die genaue Konversionsrate aber offen. Ein wichtiger Indikator folgt im Sommer. Dann beendet der Handelskonzern REWE nach acht Monaten eine Pilotphase in Düsseldorf und trifft seine Rollout-Entscheidung. Am 16. Juli präsentiert Circus das nächste operative Update.

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