Circus: CEO investiert 600.000 Euro zusätzlich
Circus SE finanziert Wachstum über 50 Mio. Euro Leasing-Deal mit Finexity AG und plant massive Produktionsausweitung.

- Leasing-Modell statt Aktienverwässerung
- Produktion soll auf 64 Roboter steigen
- Aktie erholt sich um fast 48 Prozent
- CEO investiert 600.000 Euro eigenes Kapital
Die Diskrepanz bei Circus SE ist gewaltig. Im vergangenen Jahr setzte das KI-Robotik-Unternehmen lediglich eine Viertelmillion Euro um. Operativ verbrannte die Firma fast 15 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr stellt das Management nun einen Umsatzsprung auf 44 bis 55 Millionen Euro in Aussicht. Der Vorstand meidet für diese Skalierung den klassischen Weg über den Kapitalmarkt. Er wählt eine völlig andere Struktur.
Roboter als Sicherheit
Das Unternehmen verzichtet auf eine klassische Kapitalerhöhung. Altaktionäre sollen nicht verwässert werden. Stattdessen hat das Management mit der Finexity AG eine Finanzierungsvereinbarung über bis zu 50 Millionen Euro unterzeichnet. Der Kern ist ein assetbasiertes Leasing-Modell. Eine Zweckgesellschaft erwirbt autonome Küchenroboter und verleast diese langfristig an Circus zurück.
Die erste Tranche dieser Struktur läuft über eine besicherte Anleihe mit einem Volumen von rund 1,7 Millionen Euro. Das Papier verzinst sich mit 6,0 Prozent jährlich und läuft bis April 2031. Das Modell soll auch den Vertrieb ankurbeln. Durch Leasingangebote sinken die initialen Investitionskosten für Endkunden, was die Verkaufszyklen nach Unternehmensangaben drastisch verkürzt.
Massive Produktionsausweitung geplant
Die operative Basis für den Wachstumsschritt wächst. Zum Jahresauftakt fertigte Circus 16 Einheiten des Küchenroboters. Bis zum vierten Quartal soll die Kapazität auf 64 Systeme pro Monat steigen. Insgesamt befinden sich derzeit 17 Anlagen im aktiven Einsatz oder in der Integration, unter anderem im Handel und bei der Verteidigung.
An der Börse spiegelt sich die Wette in extremer Volatilität wider. Nach massiven Kursverlusten schoss die Aktie im vergangenen Monat um fast 48 Prozent nach oben. Aktuell notiert das Papier bei 8,25 Euro. Insider stützen den Trend. CEO Nikolas Bullwinkel investierte zuletzt rund 600.000 Euro eigenes Kapital.
Die zentrale Herausforderung liegt nun in der Konvertierung der Nachfrage. Circus spricht von 500 Bestellungen, lässt die genaue Zahl der verbindlichen Verträge aber offen. Am 16. Juli 2026 ist das nächste operative Quartalsupdate geplant. Dann müssen konkrete Umsatzzahlen belegen, ob das neue Vertriebs- und Finanzierungsmodell die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit schließt.
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