Circus SE Aktie: Roboter müssen liefern

Circus SE muss Pilotprojekte mit REWE und Mercedes-Benz in verbindliche Großaufträge umwandeln, um die ambitionierte Umsatzprognose für 2026 zu stützen.

Die Kernpunkte:
  • Ambitionierte Umsatzprognose für 2026 vorgelegt
  • Pilotprojekte mit REWE und Mercedes-Benz laufen
  • Aktienkurs deutlich unter Jahreshoch notiert
  • Management nutzte Kursrückgang für Aktienkäufe

Ein prognostiziertes Umsatzwachstum um das 220-Fache weckt an der Börse unweigerlich Skepsis. Genau vor dieser Herausforderung steht der Hamburger KI-Robotik-Spezialist Circus SE, dessen Aktienkurs auf Jahressicht massiv eingebüßt hat. Beim anstehenden Investorentag in München muss das Management nun beweisen, dass namhafte Pilotkunden bereit für verbindliche Großaufträge sind.

Gewaltiger Sprung bei den Erlösen

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen lediglich 0,25 Millionen Euro. Für 2026 stellt das Management jedoch Erlöse zwischen 44 und 55 Millionen Euro in Aussicht. Diese ambitionierte Prognose stützt sich auf den geplanten Rollout margenstarker Software-as-a-Service-Lösungen rund um den autonomen Kochroboter CA-1.

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Der Kapitalmarkt bewertet diese Pläne bislang äußerst zurückhaltend. Bei einem aktuellen Kurs von 6,68 Euro notiert das Papier gut 70 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 22,80 Euro. Um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, benötigt der Markt nun greifbare Fortschritte bei der Kommerzialisierung.

Namhafte Partner im Testbetrieb

Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, treibt Circus SE derzeit mehrere hochkarätige Pilotprojekte voran. In einem Düsseldorfer REWE-Supermarkt bereitet der vollautonome Roboter bereits testweise Gerichte für Endkunden zu. Ab Sommer 2026 plant zudem die Mercedes-Benz Gastronomie den Einsatz in der Sindelfinger Werkskantine, um Kapazitätsengpässe im Schichtbetrieb abzufedern. Parallel läuft ein Projekt mit der Bundeswehr zur autonomen Versorgung in Kasernen.

Die zentrale Aufgabe des Managements besteht nun darin, diese Testläufe in skalierbare und vor allem verbindliche Verträge zu überführen. Technologisch sieht sich das Unternehmen dafür gerüstet. Die vierte Generation des Roboters, der Mahlzeiten in wenigen Minuten zubereitet und Personalkosten um bis zu 95 Prozent senken soll, befindet sich in der Serienfertigung. Der globale Produktionspartner Celestica soll dabei die weltweite Skalierung absichern.

Insiderkäufe stützen das Sentiment

Auffällig ist das jüngste Verhalten der Unternehmensspitze. Sowohl Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins als auch die Beteiligungsgesellschaft von CEO Nikolas Bullwinkel nutzten das gedrückte Kursniveau zuletzt für den Zukauf eigener Aktien. Marktbeobachter werten solche Transaktionen oft als Vertrauensbeweis in die eigene Strategie, auch wenn sie allein noch keine operative Trendwende garantieren.

Am 28. März wird das Management in München detaillierte Auslieferungszeitpläne vorlegen. Gelingt der Nachweis, dass die Pilotprojekte bei REWE und Mercedes-Benz vertraglich fixiert und planmäßig skaliert werden, erhält die aggressive Umsatzprognose ein solides Fundament. Verzögern sich diese operativen Meilensteine jedoch, droht der Aktie aufgrund der dann fehlenden fundamentalen Basis ein weiterer Bewertungsabschlag.

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