Circus SE Aktie: Vision trifft Realität
Der Hamburger KI-Robotik-Spezialist Circus SE steht vor einem entscheidenden Jahr, in dem drei Großprojekte mit Bundeswehr, REWE und Mercedes-Benz den Umsatz von 0,25 auf bis zu 55 Millionen Euro steigern sollen.

- Ambitionierte Umsatzprognose für 2026 von bis zu 55 Millionen Euro
- Drei Großprojekte mit Bundeswehr, REWE und Mercedes-Benz
- Neues Leasingmodell soll hohe Anschaffungskosten senken
- Aktie notiert nahe 52-Wochen-Tief trotz Insiderkäufen
Ein Umsatz von 0,25 Millionen Euro im vergangenen Jahr — und eine Prognose von bis zu 55 Millionen Euro für 2026. Diese Schere macht den Kern der Circus-SE-Story aus. Der Hamburger KI-Robotik-Spezialist steht vor dem wohl entscheidenden Jahr seiner jungen Unternehmensgeschichte.
Drei Projekte müssen liefern
Die Prognose ist ambitioniert, aber nicht ohne operative Grundlage. Circus hat in den vergangenen Monaten drei konkrete Partnerschaften etabliert, die den Umsatzsprung tragen sollen. Die Bundeswehr setzt den autonomen Kochroboter CA-1 zur Lebensmittelversorgung in Kasernen ein, die ukrainischen Streitkräfte haben ein Abkommen über bis zu 25 Robotersysteme geschlossen. Im Einzelhandel testet REWE seit der Eröffnung eines „Fresh & Smart“-Markts in Düsseldorf-Heerdt das Konzept über acht Monate — eine breitere Ausrollung hängt vom Ergebnis dieser Pilotphase ab. Ab Sommer 2026 kommt Mercedes-Benz hinzu: In der Kantine des Werks Sindelfingen soll der CA-1 den Schichtbetrieb unterstützen.
Das Problem: Circus verweist auf über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Potenzial von mehr als 1,6 Milliarden Euro. Bislang haben sich diese jedoch kaum in tatsächliche Umsätze verwandelt.
Leasing soll Einstiegshürde senken
Ein strukturelles Hindernis beim Vertrieb sind die hohen Anschaffungskosten. Gemeinsam mit MMV Leasing, einer Tochter der LBBW, hat Circus ein Modell entwickelt, das diese Kosten in planbare Betriebsausgaben umwandeln soll. Die ersten Vereinbarungen sollten bereits im ersten Quartal 2026 in Kraft treten.
Profitabel wird das Unternehmen trotz allem nicht: Das EBITDA soll 2026 zwischen minus 6 und minus 8 Millionen Euro liegen. Wachstumskapital über Eigen- oder Fremdkapital prüft das Management parallel — Umfang und Zeitpunkt stehen noch offen.
Insider kaufen, Kurs sucht Boden
An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit deutlich wider. Die Aktie verlor in den vergangenen zwölf Monaten rund 64 Prozent und notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Tief von 6,22 Euro. Ein Signal aus der Führungsetage fällt dabei auf: Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins kaufte Ende Februar zu Kursen um 7,26 Euro zu, auch aus dem direkten CEO-Umfeld gab es zuletzt Zukäufe.
Am 28. März 2026 folgt der nächste wichtige Termin: Auf einem Investorentag in der Münchner Motorworld wird das Management die Strategie präsentieren. Dort wird sich zeigen, ob die Partnerschaft mit Mercedes, REWE und der Bundeswehr konkrete Auslieferungspläne hat — und ob aus Piloten tatsächlich zahlende Dauerkunden werden.
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