Circus SE Aktie: Warten auf Verträge
Circus SE verzeichnet hohe operative Verluste und wartet auf verbindliche Großaufträge für seinen Küchenroboter, obwohl die Marktbedingungen günstig sind.

- Hohe operative Verluste bei geringem Umsatz
- Fehlende verbindliche Großaufträge für CA-1
- Starker Kursverlust seit Jahresbeginn
- Testläufe mit namhaften Partnern laufen
Die Rahmenbedingungen für Automatisierung in der Gastronomie könnten kaum besser sein, doch bei Circus SE spiegelt sich das bisher nicht in den Büchern wider. Ein kürzlich abgehaltener Anlegertag in München sollte die ehrgeizigen Wachstumspläne untermauern, verfehlte jedoch seine Wirkung. Statt Euphorie dominiert am Markt weiterhin die Skepsis über die fehlenden verbindlichen Großaufträge für den autonomen Küchenroboter CA-1.
Gewagte Prognosen ohne Fundament
Das fundamentale Problem des Unternehmens ist die riesige Lücke zwischen Vision und Realität. Im abgelaufenen Jahr 2025 standen mageren 250.000 Euro Umsatz ein operativer Verlust von knapp 15 Millionen Euro gegenüber. Für das laufende Jahr prognostiziert das Management nun einen gewaltigen Sprung auf 44 bis 55 Millionen Euro. Diese Annahme stützt sich auf über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Volumen von 1,6 Milliarden Euro.
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Bislang handelt es sich dabei jedoch ganz überwiegend um bloße Absichtserklärungen. Diese Unsicherheit spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Der Titel hat seit Jahresanfang rund 50 Prozent an Wert eingebüßt und notiert aktuell bei knapp unter 6 Euro.
Namhafte Piloten, aber keine Unterschriften
Dabei spielt das makroökonomische Umfeld dem Entwickler eigentlich in die Karten. Rund 2.900 Insolvenzen in der deutschen Gastronomie im vergangenen Jahr zwingen die Branche angesichts massiver Kostensteigerungen förmlich zur Automatisierung. Die operative Pipeline von Circus SE liest sich entsprechend prominent. Die Bundeswehr setzt den Roboter bereits in Kasernen ein, REWE testet das Konzept in Düsseldorf, und für diesen Sommer ist der Einsatz bei der Mercedes-Benz Gastronomie in Sindelfingen bestätigt.
Auch die Produktionsebene ist durch den Auftragsfertiger Celestica für größere Stückzahlen gerüstet. Eine seit vergangenem August bestehende NATO-Zulassung öffnet zudem Türen für multinationale Beschaffungsprogramme. Allerdings lässt der entscheidende Übergang von diesen Testphasen in zahlungswirksame, verbindliche Lieferverträge weiter auf sich warten.
Vorerst ist die finanzielle Basis durch einen Mittelzufluss von 30 Millionen Euro institutioneller Investoren Ende 2025 sowie eine jüngst platzierte Mini-Anleihe gesichert. Zudem soll ein neues Leasingmodell potenziellen Kunden die hohen Anschaffungskosten erleichtern. Spätestens die Vorlage der Jahreszahlen für 2026 wird schonungslos offenlegen, welcher Anteil der anvisierten 44 Millionen Euro Umsatz tatsächlich den Weg von der Absichtserklärung in die Bilanz gefunden hat.
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