CleanSpark Aktie: Schluss mit Monatsberichten
CleanSpark stellt monatliche Betriebsdaten ein und setzt auf Quartalsberichte, während Mining und Rechenzentrumsprojekte weiterlaufen.

- Künftig Berichte im Quartalsrhythmus
- September-Mining brachte 529 Bitcoin
- Bitcoin-Bestand sank auf 13.530
- Sandersville-Projekt durch Anleihen finanziert
CleanSpark verabschiedet sich von einer Routine, die Bitcoin-Anleger seit Jahren kennen. Mit dem Septemberbericht stellt das Unternehmen die monatlichen Betriebsupdates ein und wechselt zur Quartalsberichterstattung. Die Aktie gab im Tagesverlauf zeitweise um rund 7,7 Prozent nach.
Vom Miner zum Rechenzentrumsentwickler
Die Begründung des Managements: Man orientiere sich an Branchenstandards im Energie- und Rechenzentrumssektor. CleanSpark beschreibt sich inzwischen selbst als Rechenzentrumsentwickler, nicht mehr primär als Bitcoin-Miner. Die Umstellung passt zu diesem Selbstbild, nimmt Anlegern aber einen regelmäßigen Einblick in Produktion und Bestände.
Wichtigster Baustein der neuen Strategie ist das Projekt Sandersville. Die Tochter CSDC Finance I hat dafür vorrangig besicherte Anleihen über 2,276 Milliarden Dollar platziert, fällig 2031, Kupon 7,875 Prozent.
Der zugehörige Mietvertrag soll über die Anfangslaufzeit rund 6,6 Milliarden Dollar an vertraglich gesicherten Erlösen bringen. CEO Matt Schultz betont, das Projekt sei damit bis zur Fertigstellung vollständig finanziert, und zwar ohne Verwässerung für Aktionäre.
Mining läuft weiter
Im September produzierte CleanSpark 529 Bitcoin, im laufenden Jahr bisher 5.432. Die operative Hashrate erreichte 50 Exahash pro Sekunde, im Monatsschnitt waren es 36,0.
Der Bestand sank dennoch auf 13.530 Bitcoin, nach 13.703 Ende August. Hauptgrund: 700 Bitcoin wurden über ausgeübte Call-Optionen abgegeben, dazu kamen 2 Bitcoin im Spotverkauf. Der Durchschnittserlös je verkauftem Bitcoin lag bei 72.928 Dollar. Das liegt klar unter dem aktuellen Marktpreis von gut 83.000 Dollar. Wer Calls schreibt, kassiert Prämien, verzichtet aber auf Kursgewinne oberhalb der Ausübungspreise.
Auffällig: Von den Beständen dienen 3.475 Bitcoin als Sicherheit oder Forderung aus Derivategeschäften. Das Unternehmen nutzt seine Bitcoin-Reserve also aktiv und nicht nur als passive Schatzkammer.
Ausblick
Vertraglich gesichert sind 1,8 Gigawatt Leistung, davon nutzt die Flotte aktuell 808 Megawatt. Dieser Spielraum ist die Grundlage für weitere Rechenzentrumsprojekte. Schultz kündigte an, den kommerziellen Prozess über das gesamte Portfolio fortzusetzen. Der erste Quartalsbericht im neuen Format dürfte zeigen, wie sich Mining und Rechenzentrumsgeschäft künftig getrennt ausweisen lassen.
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