CMC Markets Aktie: RBC hebt Kursziel auf 760 Pence
CMC Markets hebt Prognosen für 2027 deutlich an: Nettoertrag von mindestens 550 Mio. Pfund angepeilt. Analysten reagieren mit stark erhöhten Kurszielen.

- Prognose für 2027 deutlich angehoben
- Westpac-Übernahme treibt Wachstumsstrategie
- RBC erhöht Kursziel auf 760 Pence
- Führungskräfte kaufen weitere Aktien
Der britische Finanzdienstleister CMC Markets hat seine langfristigen Wachstumsziele signifikant nach oben korrigiert. Hintergrund dieser Entwicklung ist eine erfolgreiche Neuausrichtung des Geschäftsmodells, bei der das Unternehmen verstärkt auf institutionelle Partnerschaften im sogenannten B2B-Sektor setzt.
Für das Geschäftsjahr 2027 strebt die Gesellschaft nun einen Nettoertrag von mindestens 550 Millionen Pfund an. Diese neue Zielmarke übertrifft die bisherige Prognosespanne von 460 bis 480 Millionen Pfund deutlich. Gleichzeitig wurde ein Ziel für den operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 250 Millionen Pfund formuliert.
Strategische Neuausrichtung treibt die Prognosen
Der wesentliche Wachstumsmotor für diese optimistische Einschätzung ist das expandierende Partnergeschäft. Besonders die Kooperation mit der australischen Westpac Bank hat die Kapazitäten des Unternehmens erweitert.
Im Rahmen dieses Deals übernimmt CMC Markets rund 500.000 Kundenkonten mit einem verwalteten Vermögen von etwa 39 Milliarden australischen Dollar. Diese Integration ermöglicht es dem Broker, seine Technologieplattform effizienter zu skalieren.
Zusätzlich plant das Unternehmen für das Jahr 2027 den Start einer weiteren strategischen Zusammenarbeit mit der ASB Bank. Diese Partnerschaften markieren einen Wandel weg vom reinen Privatkundengeschäft hin zu einem stabilen Fundament aus institutionellen Erträgen. Medienberichten zufolge ermöglicht die hauseigene Technologie eine hohe Plattform-Verfügbarkeit, was ein entscheidendes Argument für die Gewinnung großer Banken als Partner darstellt.
Analysten reagieren mit deutlichen Kurszielanpassungen
Die Analysten der Royal Bank of Canada (RBC) zeigten sich von der Dynamik der Prognoseanhebungen beeindruckt. In einer aktuellen Einschätzung am Dienstag hoben die Experten ihr Kursziel für CMC Markets von 460 Pence auf nun 760 Pence an.
Das Rating wurde mit „Outperform“ bestätigt. Die Analysten begründen diesen Schritt mit der unerwartet schnellen Verbesserung der Ertragslage, die bereits innerhalb weniger Wochen nach den ersten Jahreszahlen für 2026 nach oben korrigiert wurde.
Auch das Analysehaus Jefferies bleibt bei einer positiven Grundhaltung und empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf. Die Experten sehen in der Fähigkeit, innerhalb kurzer Zeit signifikante Mengen an Neukunden über Partnerbanken zu gewinnen, einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Branchenteilnehmern.
Management untermauert Vertrauen durch Aktienkäufe
Parallel zu den operativen Fortschritten signalisiert die Führungsebene des Unternehmens Vertrauen in die eigene Strategie. Am vergangenen Freitag beteiligten sich mehrere hochrangige Manager an einem Aktienkaufprogramm.
CEO Lord Cruddas und David Fineberg, der als Leiter der weltweiten strategischen Partnerschaften fungiert, erwarben zusätzliche Anteile zu einem Kurs von 704 Pence. Auch der operative Leiter Jonathan Bendall und Matthew Lewis, der für das Geschäft in Australien und Neuseeland verantwortlich ist, stockten ihre Bestände auf.
Diese Transaktionen erfolgten vor dem Hintergrund solider Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2026. In diesem Zeitraum konnte der Nettoertrag um 15 Prozent auf 392,6 Millionen Pfund gesteigert werden, während der Vorsteuergewinn um 20 Prozent auf 101,3 Millionen Pfund kletterte. Der Gewinn je Aktie stieg um 22 Prozent auf 27,5 Pence.
Infolgedessen hob das Unternehmen die Dividende um 21 Prozent auf 13,8 Pence je Aktie an. Trotz dieser Erfolge kam es am Dienstag am Markt zu kurzzeitigen Gewinnmitnahmen, die von Beobachtern jedoch als normale Reaktion nach einem starken Aufwärtstrend gewertet werden.
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