Coca-Cola Aktie: Citi hebt Ziel auf 91 Dollar
Coca-Cola übertrifft Erwartungen im ersten Quartal und profitiert von WM-Optimismus. Citi hebt das Kursziel auf 91 Dollar an.

- Gewinn je Aktie übertrifft Prognosen
- Zero-Sugar-Segment wächst um 13 Prozent
- Citi erhöht Kursziel auf 91 Dollar
- Dividende steigt auf 0,53 Dollar
Coca-Cola bekommt Rückenwind von zwei Seiten. Citi hebt das Kursziel auf 91 Dollar an und verweist auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 als möglichen Treiber für höhere Absatzmengen. Parallel dazu hat der Konzern im ersten Quartal solide Zahlen geliefert.
Der Getränkehersteller verdiente je Aktie 0,86 Dollar und lag damit über den erwarteten 0,81 Dollar. Der Umsatz stieg auf 12,47 Milliarden Dollar und damit um 11,4 Prozent zum Vorjahr. Besonders stark fiel das organische Wachstum aus. Es erreichte 10 Prozent.
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Volumen und Zero Sugar tragen
Die Entwicklung kam nicht allein über höhere Preise zustande. Coca-Cola meldete ein Absatzplus von 3 Prozent. Dazu wuchs die Zero-Sugar-Sparte beim Umsatz um 13 Prozent. Das zeigt: Der Konzern verkauft nicht nur mehr, sondern verschiebt seinen Mix auch weiter in Richtung zuckerfreier Getränke.
Für Citi spielt vor allem der Blick auf 2026 eine Rolle. Die Weltmeisterschaft dürfte den Konsum in vielen Märkten ankurbeln, sagt Analyst Filippo Falorni. Bei Coca-Cola kann so ein globales Sportereignis direkt auf die Flaschen- und Dosenumsätze wirken. Kein Wunder, dass das neue Kursziel über dem Marktkonsens liegt.
Dividende bleibt Anker
Auch die Ausschüttung stützt den Anlagefall. Coca-Cola kündigte eine Quartalsdividende von 0,53 Dollar je Aktie an. Ex-Tag ist der 15. Juni 2026, gezahlt werden soll am 1. Juli. Der Konzern erhöht seine Dividende seit mehr als sechs Jahrzehnten.
An der Börse wird die Aktie derzeit mit rund 70,00 Euro gehandelt. Sie liegt damit knapp unter dem Hoch von 70,60 Euro vom 19. Mai und hat seit Jahresbeginn bereits 18,70 Prozent zugelegt. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt mehr als 12 Prozent. Das spricht für einen intakten Aufwärtstrend.
Institutionen kaufen, Insider verkaufen
Im Hintergrund bleibt die Aktionärsstruktur in Bewegung. Fisher Asset Management, Choate Investment Advisors und Clearstead Advisors haben ihre Positionen zuletzt ausgebaut. Nicola Wealth Management und Prospera Financial Services haben dagegen reduziert.
Spannender ist der Blick auf die Insiderseite. In den vergangenen 90 Tagen haben unter anderem CEO James Quincey, Nancy Quan und Finanzchef John Murphy Aktien verkauft. Insgesamt kamen dabei rund 786.726 Stück zusammen. Das ist kein Warnsignal für sich, zeigt aber, dass das Management die Stärke des Kurses genutzt hat.
Coca-Cola bleibt damit ein defensiver Standardwert mit Wachstumstreibern. Entscheidend wird, ob die WM-Fantasie 2026 schon vorher in den Erwartungen der Anleger ankommt. Parallel dazu muss der Konzern den Mix aus Volumen, Preis und Zuckerfrei-Segment weiter sauber ausspielen.
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