Coca-Cola Aktie: WM beflügelt Marken
Coca-Cola überzeugt mit Mengenplus in allen Sparten, angetrieben durch die Fußball-WM und starke Marken wie Powerade und Zero Sugar.

- Mengenwachstum in allen Geschäftsbereichen
- Powerade-Absatz steigt um acht Prozent
- Coca-Cola Zero Sugar mit 16 Prozent Plus
- Kaffeekette Costa zeigt Umsatzbelebung
Cola, Powerade und Mr. Pibb statt schwacher Konsumlaune bei der Konkurrenz — Coca-Cola hat im zweiten Quartal genau dort zugelegt, wo andere Konsumgüterkonzerne gerade schwächeln. Während Rivale PepsiCo von zurückhaltenden Verbrauchern und schwächeren US-Snack- und Getränkeverkäufen berichtete, meldete der Atlanta-Konzern ein Mengenwachstum in jeder einzelnen Sparte.
Den Ausschlag gab offenbar die Fußball-Weltmeisterschaft. Konzernchef Henrique Braun sprach im US-Fernsehen von einer „großartigen Gelegenheit“, die eigenen Marken ins Rampenlicht zu rücken — insbesondere während der Trinkpausen, wo Powerade präsent war. Der Sportgetränke-Absatz legte im Quartal um acht Prozent zu, während die Wasser-, Sport-, Kaffee- und Tee-Sparte mit sechs Prozent Mengenwachstum zum stärksten Segment des Konzerns avancierte.
Markenvielfalt zieht Nachfrage
Auch abseits der WM-Effekte zeigte sich die Markenpalette breit aufgestellt. Coca-Cola Zero Sugar verzeichnete ein Mengenplus von 16 Prozent, Diet Coke kam auf sieben Prozent. Der wiederbelebte Mr. Pibb mit erhöhtem Koffeingehalt legte um 20 Prozent zu — ein Beleg dafür, dass auch kleinere Marken im Portfolio Wirkung entfalten können.
Parallel dazu macht der Konzern Fortschritte bei seinem Kaffeegeschäft Costa, das noch unter Brauns Vorgänger James Quincey zum Verkauf stand, damals aber mangels attraktiver Gebote im Bestand blieb. Die Kaffeekette meldete im Berichtsquartal wachsende Umsätze in bestehenden Filialen — ein Signal, dass die 2019 für 4,9 Milliarden Dollar übernommene Sparte langsam Tritt fasst.
Braun beschrieb das Konsumumfeld als „dynamisch“: Verbraucher kämpften mit Inflation und geopolitischer Unsicherheit, in den USA trieben zeitweise hohe Spritpreise die Vorsicht beim Einkaufen. Dennoch zeigte sich bei Coca-Cola davon wenig — selbst in Nordamerika legten die Absatzmengen um drei Prozent zu.
Für das Gesamtjahr bleibt der Konzern nun optimistischer aufgestellt als noch vor drei Monaten. Ob sich der WM-Rückenwind in den kommenden Quartalen fortsetzt, dürfte sich vor allem daran zeigen, wie stabil das Wachstum bei Powerade und den Sparkling-Marken ohne das Sportgroßereignis bleibt.
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