Coeur Mining Aktie: Edelmetall-Crash

Trotz starker Fundamentaldaten und Rekordgewinnen wird die Coeur-Mining-Aktie vom Absturz der Gold- und Silberpreise überrollt. Die geplante Übernahme von New Gold steht kurz vor dem Abschluss.

Die Kernpunkte:
  • Gold- und Silberpreise brechen nach Dollar-Rally ein
  • Unternehmensbilanz zeigt Rekordumsatz und Netto-Cash-Position
  • Übernahme von New Gold steht vor finaler Genehmigung
  • Hohe Cashflow-Generierung für 2026 prognostiziert

Gold und Silber sind am Dienstag regelrecht abgestürzt – und die Aktie von Coeur Mining hat es mit voller Wucht erwischt. Minus 13,6 Prozent an einem einzigen Tag. Der Grund: eine plötzliche Trendwende am Rohstoffmarkt, die die gesamte Minenbranche unter Druck setzt.

Warum Gold und Silber einbrechen

Gold hatte Ende Februar noch bei 5.278 US-Dollar pro Unze notiert. Nach den Angriffen der USA und Israels auf Iran am Wochenende schnellte der Preis zunächst auf 5.416 Dollar – doch dann drehte die Stimmung. Am Dienstag stand Gold bei 5.107 Dollar, ein Minus von 3,9 Prozent.

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Bei Silber war der Rückschlag noch härter. Von einem Zwischenhoch bei 96,10 Dollar am Montag fiel der Preis auf 83,43 Dollar – ein Tagesverlust von 6,1 Prozent.

Verantwortlich für den Umschwung ist vor allem der erstarkende US-Dollar. Auch er gilt als sicherer Hafen, und ein stärkerer Dollar macht Edelmetalle für Käufer teurer, was die Preise belastet. Die Dollar-Rally im Zuge der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten hat die Edelmetallmärkte regelrecht durcheinandergewirbelt.

Rekordergebnis trotz Kursrutsch

Dabei hatte Coeur Mining erst kürzlich Rekordzahlen vorgelegt. Im vierten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 675 Millionen Dollar und einen operativen Cashflow von 375 Millionen Dollar.

Über das Gesamtjahr 2025 verdoppelte sich der Umsatz nahezu auf 2,07 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft kletterte auf 586 Millionen Dollar. Möglich machten das eine Rekordproduktion bei Gold (419.046 Unzen) und Silber (17,9 Millionen Unzen) sowie gestiegene Rohstoffpreise.

Die Bilanz hat sich fundamental verbessert: Der Kassenbestand stieg von 55 auf 554 Millionen Dollar, während die Schulden von 590 auf 341 Millionen Dollar sanken. Erstmals seit Jahren steht Coeur damit in einer Netto-Cash-Position.

Übernahme von New Gold auf der Zielgeraden

Parallel läuft die geplante Übernahme von New Gold. Die Aktionäre stimmten Ende Januar mit 99,22 Prozent zu, das Gericht in British Columbia erteilte am 30. Januar die finale Genehmigung. Nun steht nur noch die regulatorische Freigabe durch Kanadas Investment Canada Act aus.

Der Zusammenschluss soll einen nordamerikanischen Branchenführer schaffen. Die kombinierte Gesellschaft würde sieben Standorte betreiben und 2026 rund 900.000 Unzen Gold, 20 Millionen Unzen Silber und 100 Millionen Pfund Kupfer produzieren. Das Management rechnet mit 3,0 Milliarden Dollar EBITDA und 2,0 Milliarden Dollar Free Cashflow.

Analysten warnen allerdings vor Integrationsrisiken, möglichen Zollauswirkungen auf grenzüberschreitende Aktivitäten und zwei laufenden Klagen in New York, die den Deal wegen unzureichender Offenlegung blockieren wollen.

Ausblick: Fundamentals stark, aber Makro entscheidet

Coeur Mining plant für 2026 eine Produktion von 390.000 bis 460.000 Unzen Gold und 18,2 bis 21,3 Millionen Unzen Silber – noch ohne Beitrag von New Gold. Die Rochester-Mine in Nevada, größte Silberquelle der USA, soll die Produktion 2026 um 16 Prozent bei Silber und 8 Prozent bei Gold steigern.

Das Management erwartet für 2026 eine Rendite auf das investierte Kapital von 44,5 Prozent – Spitzenwert unter den Edelmetallproduzenten. Nach Jahren hoher Investitionen in den Ausbau von Rochester betritt Coeur nun die Phase hoher Cashflow-Generierung.

Doch die fundamentale Stärke wird kurzfristig von der Makro-Lage überlagert. Solange Gold- und Silberpreise so volatil bleiben und der Dollar schwankt, dürfte die Aktie ihre Achterbahnfahrt fortsetzen.

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