Coinbase Aktie: Aufgerissene Gräben?

Führende Banken reduzieren ihre Kursziele für Coinbase aufgrund schwacher Handelsvolumina und sinkender Krypto-Preise. Die Aktie hat bereits deutlich an Wert verloren.

Die Kernpunkte:
  • JPMorgan senkt Kursziel um über ein Viertel
  • Schwächere Handelsvolumina und Stablecoin-Umsätze
  • Massive Liquidationsverluste bei Kreditprodukten
  • CEO Armstrong verliert Milliardärsstatus

Coinbase steht unter Druck. Kurz vor der Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstag, den 12. Februar 2026, streichen führende Wall-Street-Banken ihre Kursziele zusammen. Der Grund: schwächere Handelsvolumina, sinkende Krypto-Preise und nachlassende Stablecoin-Umsätze. Die Aktie hat seit Jahresbeginn bereits knapp 30 Prozent verloren.

JPMorgan kürzt Kursziel um 27 Prozent

JPMorgan-Analyst Ken Worthington senkte sein Kursziel für die Aktie am Montag von 399 auf 290 US-Dollar – ein Minus von über einem Viertel. Trotz des deutlichen Rückschritts hält die Bank an ihrer „Overweight“-Empfehlung fest. Das neue Ziel liegt immer noch deutlich über dem aktuellen Kurs von rund 165 US-Dollar.

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Worthington erwartet für das vierte Quartal ein bereinigtes EBITDA von 734 Millionen US-Dollar, ein Rückgang gegenüber 801 Millionen im dritten Quartal. Die Bank rechnet mit einem Spot-Handelsvolumen von 263 Milliarden US-Dollar und Stablecoin-Erlösen von 312 Millionen US-Dollar.

Wichtige Kennzahlen:

  • Erwartetes EBITDA Q4: 734 Mio. US-Dollar
  • Geschätztes Handelsvolumen: 263 Mrd. US-Dollar
  • Stablecoin-Umsätze: 312 Mio. US-Dollar
  • Deribit-Beitrag: 117 Mio. US-Dollar Transaktionsumsatz

Die im August 2025 übernommene Derivate-Börse Deribit steuerte laut JPMorgan rund 117 Millionen US-Dollar zum Transaktionsumsatz bei, bei einem geschätzten Handelsvolumen von 586 Milliarden US-Dollar.

Weitere Analysten zeigen sich skeptisch

Barclays-Analyst Benjamin Budish liegt mit seinen EBITDA-Schätzungen etwa 10 Prozent unter dem Konsens. Verantwortlich seien schwächere Privatkunden-Aktivität und niedrigere Einnahmen aus Blockchain-Rewards. Barclays geht von einem Börsenvolumen von circa 261 Milliarden US-Dollar aus.

Compass Point äußert sich noch kritischer. Analyst Ed Engel sieht Risiken im Abo- und Service-Geschäft und warnt, dass die Gesamterlöse eng an die Entwicklung der Krypto-Preise gekoppelt bleiben. Bereits am 6. Februar hatte auch Citigroup das Kursziel auf 400 US-Dollar gesenkt – die Aktie liegt 65 Prozent unter ihrem Rekordhoch.

Kreditkunden erleiden hohe Verluste

Zusätzlichen Druck erzeugen massive Liquidationen bei Coinbase-Kreditprodukten. Laut Dune Analytics wurden in der vergangenen Woche über 170 Millionen US-Dollar an Sicherheiten auf der DeFi-Plattform Morpho liquidiert. Rund 3.300 Nutzer waren betroffen. Coinbase hatte Bitcoin-besicherte Kredite Anfang 2025 eingeführt und später auf Ethereum ausgeweitet, mit Kreditlimits von bis zu 5 Millionen US-Dollar pro Kunde.

CEO Armstrong verliert Milliardärsstatus

Auch CEO Brian Armstrong bekommt die Krypto-Krise zu spüren. Laut Bloomberg ist er nicht mehr unter den 500 reichsten Menschen der Welt. Sein Vermögen schrumpfte von einem Höchststand von 17,7 Milliarden US-Dollar vor sieben Monaten um über 10 Milliarden US-Dollar.

Zahlen kommen am Donnerstag

Coinbase veröffentlicht die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 am Donnerstag nach Börsenschluss. Analysten erwarten im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 1,15 US-Dollar bei Umsätzen von 1,85 Milliarden US-Dollar – deutlich unter den Vorjahreswerten.

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