Coinbase Aktie: Durchbruch bei US-Lizenz
Die US-Kryptobörse Coinbase erhält eine vorläufige nationale Treuhandbank-Lizenz, während Analysten ihre Kursziele angesichts geopolitischer Spannungen und eines schwachen Marktumfelds senken.

- Vorläufige Zulassung als nationale Treuhandbank
- Analysten senken Kursziele nach Quartalsverlust
- Entscheidung zu Stablecoin-Regulierung steht bevor
- Aktie verliert seit Jahresbeginn deutlich an Wert
Die US-Behörden haben Coinbase einen lang ersehnten Wunsch erfüllt: Die Krypto-Börse erhält die vorläufige Erlaubnis, eine nationale Treuhandbank zu gründen. Während das Unternehmen damit einen wichtigen regulatorischen Meilenstein feiert, trüben geopolitische Spannungen und vorsichtige Analystenstimmen allerdings die Feierstimmung. Anleger blicken nun auf ein komplexes Spannungsfeld aus neuen Geschäftschancen und einem schwächelnden Gesamtmarkt.
Einheitliche Aufsicht statt Flickenteppich
Mit der bedingten Zulassung durch das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) kann Coinbase sein Verwahrgeschäft für digitale Vermögenswerte künftig unter einer einheitlichen Bundeslizenz bündeln. Bislang musste sich das Unternehmen durch ein komplexes System einzelstaatlicher Lizenzen navigieren. Die neu gegründete Coinbase National Trust Company wird sich als qualifizierter Verwahrer auf die Marktinfrastruktur konzentrieren. Das klassische Privatkundengeschäft mit Einlagen oder Krediten bleibt jedoch ausgeschlossen.
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Makro-Gegenwind und Analysten-Skepsis
Trotz des regulatorischen Erfolgs steht der Titel aktuell unter Druck. Verantwortlich dafür sind in erster Linie geopolitische Sorgen. Aussagen von US-Präsident Trump zum andauernden Konflikt mit dem Iran schickten den Bitcoin-Kurs in Richtung 66.000 US-Dollar und zogen Krypto-Werte branchenweit nach unten. Die Aktie spiegelt dieses gemischte Umfeld wider und notiert heute bei 148,68 Euro, was einem Rückgang von rund 26 Prozent seit Jahresbeginn entspricht.
Zudem passen mehrere Analysten ihre Erwartungen an das aktuelle Marktumfeld an:
- Rothschild & Co Redburn: Kursziel von 281 auf 254 US-Dollar gesenkt („Buy“)
- Robert W. Baird: Kursziel von 215 auf 200 US-Dollar reduziert („Neutral“)
- Barclays: Kursziel bei 148 US-Dollar bestätigt („Hold“)
Diese Anpassungen folgen auf ein enttäuschendes viertes Quartal 2025, in dem Coinbase einen Nettoverlust von 667 Millionen US-Dollar verbuchte und die Markterwartungen verfehlte.
Fokus auf Stablecoin-Gesetzgebung
Neben dem Verwahrgeschäft rückt ein weiterer Umsatztreiber in den Fokus. Das Unternehmen rechnet innerhalb der nächsten 48 Stunden mit einer Einigung zu Stablecoin-Erträgen im Rahmen des Digital Asset Market CLARITY Act. Da diese Einnahmen Ende 2025 rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachten, ist die anstehende Entscheidung im Bankenausschuss des Senats von enormer Bedeutung.
Die neue Treuhandbank-Lizenz stärkt die institutionelle Basis von Coinbase langfristig, während die kurzfristige Abstimmung im US-Senat über die Stablecoin-Regulierung direkte Auswirkungen auf die zukünftigen Umsatzpotenziale haben wird.
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