Coinbase Aktie: Etappensieg verpufft
Die US-Bankenaufsicht OCC erteilte Coinbase eine bedingte Zulassung für eine nationale Treuhandlizenz. Trotz dieses Fortschritts belasten regulatorische Unsicherheiten und Kryptopreis-Schwankungen die Aktie.

- Bedingte Zulassung für nationale Treuhandlizenz erteilt
- Fokus auf Verwahrgeschäft für institutionelle Kunden
- Aktie leidet unter regulatorischen und makroökonomischen Sorgen
- CLARITY Act als nächster entscheidender Impulsgeber
Coinbase hat auf dem Weg zum staatlich regulierten Krypto-Verwahrer eine wichtige Hürde genommen. Die US-Bankenaufsicht erteilte eine vorläufige Genehmigung für eine nationale Treuhandlizenz, die das Geschäft mit institutionellen Kunden absichern soll. An der Börse löst der strategische Fortschritt allerdings keine Jubelstürme aus – stattdessen rücken makroökonomische Sorgen und ein ungelöster Gesetzesstreit in den Vordergrund.
Fokus auf institutionelle Verwahrung
Mit der bedingten Zulassung durch das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) rückt Coinbase seinem Ziel näher, unter einheitlicher Bundesaufsicht zu agieren. Bislang muss sich das Unternehmen mit einem Flickenteppich aus bundesstaatlichen Lizenzen arrangieren. Das Management betonte dabei klar die Grenzen des Vorhabens: Coinbase wird keine klassische Geschäftsbank, nimmt keine Privatkundeneinlagen an und betreibt kein Mindestreserve-Banking.
Vielmehr zielt die geplante „Coinbase National Trust Company“ auf das lukrative Verwahrgeschäft ab. Bereits Ende 2025 hielt die Plattform Krypto-Werte im Volumen von 376 Milliarden US-Dollar und agiert als Verwahrer für über 80 Prozent der weltweiten Digital-Asset-ETFs. Eine finale Bundeslizenz würde es erleichtern, weitere Vermögensverwalter und Hedgefonds als Kunden zu gewinnen und so die Abhängigkeit von schwankenden Handelsgebühren zu reduzieren.
Strenge Auflagen und Gegenwind
Bis zum endgültigen Startschuss ist es ein weiter Weg. Die Aufsichtsbehörde fordert vor der finalen Genehmigung den Ausbau von Compliance-Systemen, strenge Geldwäschekontrollen und die Einstellung von Schlüsselpersonal. Chefjurist Paul Grewal stellte klar, dass der Betrieb unter der OCC-Lizenz erst nach der endgültigen Abnahme anläuft.
Gleichzeitig regt sich politischer Widerstand. Bankenverbände und Finanzaufsichtsgruppen warnen davor, Krypto-Unternehmen bankähnliche Privilegien ohne die strengste Stufe der Überwachung einzuräumen. Sie fürchten erhöhte Risiken für das breitere Finanzsystem.
Warum die Aktie weiter leidet
Trotz des regulatorischen Fortschritts bleibt die Aktie in einem intakten Abwärtstrend. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 29,5 Prozent an Wert verloren und notiert weit unter den Höchstständen vom Juli 2025. Das Analysehaus Argus bestätigte kürzlich seine „Hold“-Einstufung und senkte die Gewinnprognosen. Verantwortlich dafür ist vor allem die anhaltende Volatilität der Kryptopreise, die das Kerngeschäft belastet.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist der politische Streit um den CLARITY Act. Da Einnahmen aus Stablecoins im dritten Quartal 2025 rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachten, blicken Anleger nervös auf die anstehenden legislativen Entscheidungen in Washington.
Die nächsten entscheidenden Impulse dürften somit weniger von der OCC-Lizenz als aus dem US-Senat kommen. Nach dem Ende der Osterpause am 13. April steht in der zweiten Aprilhälfte die Beratung des Bankenausschusses zum CLARITY Act an. Der Ausgang dieser Verhandlungen wird direkte Auswirkungen auf eine der wichtigsten Einnahmequellen von Coinbase haben.
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