Coinbase Aktie: Gesetz blockiert

Die Kryptobörse Coinbase lehnt einen zentralen US-Gesetzentwurf ab und warnt vor negativen Folgen. Analysten reagieren mit Kurszielsenkungen auf die regulatorische Unsicherheit.

Die Kernpunkte:
  • Coinbase-CEO kritisiert geplantes US-Kryptogesetz
  • Kritik an Verboten für tokenisierte Wertpapiere
  • Analysten senken Kursziele nach Gesetzesvorstoß
  • Entscheidung im US-Senat vorerst verschoben

Die größte US-Kryptobörse Coinbase hat sich am Mittwoch gegen ein zentrales Regulierungsvorhaben in den USA gestellt – nur Stunden bevor der Bankenausschuss des Senats darüber abstimmen sollte. CEO Brian Armstrong machte klar: „Wir können das Gesetz in dieser Form leider nicht unterstützen. Lieber gar kein Gesetz als ein schlechtes Gesetz.”

Die Knackpunkte im Detail

Armstrongs Kritik richtet sich gegen mehrere Kernelemente des sogenannten „Clarity Act”. Besonders problematisch aus Sicht von Coinbase: ein faktisches Verbot von tokenisierten Wertpapieren sowie neue Regeln für dezentrale Finanzdienste (DeFi), die Behörden erweiterten Zugriff auf Nutzerdaten verschaffen würden.

Hinzu kommt ein regulatorisches Machtgefüge, das die Rolle der SEC ausweitet, während die für Krypto-Assets zuständige CFTC geschwächt würde. Besonders heikel für Coinbase: Geplante Änderungen würden Belohnungen auf Stablecoins de facto verbieten – ein Geschäftszweig, der dem Unternehmen quartalsweise Hunderte Millionen Dollar einbringt.

Analysten reagieren vorsichtig

Die Unsicherheit schlägt sich in den Bewertungen nieder. Piper Sandler senkte am 14. Januar das Kursziel von 350 auf 270 US-Dollar, behielt aber die „Neutral”-Einschätzung bei. Zuvor hatte die Bank of America die Aktie am 8. Januar auf „Buy” hochgestuft, während Oppenheimer das Kursziel reduzierte. Im Konsens überwiegt dennoch eine positive Grundhaltung mit „Moderate Buy” oder „Buy”.

Entscheidung vertagt

Der Bankenausschuss sollte am Donnerstag, den 15. Januar, über den Gesetzentwurf beraten. Nach der öffentlichen Intervention von Coinbase wird eine Verschiebung für möglich gehalten. Für die Aktie dürfte kurzfristig der Ausgang dieser regulatorischen Auseinandersetzung entscheidender sein als die strategischen Ambitionen, zur „Everything Exchange” zu werden.

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