Coinbase Aktie: Neue Plattform-Offensive
Coinbase erweitert sein Angebot um Aktien- und ETF-Handel in den USA und erhält politische Unterstützung. Die Aktie profitiert von Treffen mit Trump, doch die entscheidende Gesetzgebung hängt weiterhin fest.

- Produkterweiterung um Aktien- und ETF-Handel in den USA
- Politisches Treffen mit Trump befeuert Regulierungsdebatte
- Wettbewerb mit klassischen Brokern wie Robinhood
- Zeitfenster für Krypto-Gesetzgebung wird enger
Coinbase will nicht mehr nur Krypto-Börse sein, sondern zur „Alles-aus-einer-Hand“-Plattform für verschiedene Anlageklassen werden. Rückenwind kommt ausgerechnet aus Washington: Ein Treffen von CEO Brian Armstrong mit US-Präsident Donald Trump hat die Debatte um neue Kryptoregeln neu angeheizt. Doch wie belastbar ist dieser politische Rückenwind, wenn das entscheidende Gesetz weiter festhängt?
Washington als Kurstreiber – und als Risiko
Auslöser der jüngsten Euphorie war ein politisches Signal: Trump traf Armstrong am 3. März im Weißen Haus. Kurz danach griff Trump Banken öffentlich an und warf ihnen vor, Fortschritte bei Krypto-Gesetzen auszubremsen. Konkret ging es um Unterstützung für den GENIUS Act sowie um Druck für den „Digital Asset Market Clarity Act“ (CLARITY Act).
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Der Markt reagierte prompt. Die Aktie sprang im US-Handel zeitweise zweistellig an – eine Bewegung, die selbst für den ohnehin schwankungsanfälligen Titel auffällt. Zum Wochenstart liegt der Schlusskurs bei 169,90 Euro.
CLARITY Act: Machtfrage zwischen Banken und Krypto-Anbietern
Im Kern dreht sich der Streit um eine heikle Frage: Dürfen Krypto-Plattformen verzinste Stablecoins anbieten? Banken warnen, dass dadurch Einlagen abwandern und das klassische Kreditgeschäft unter Druck gerät. Krypto-Unternehmen halten dagegen und argumentieren, Verbraucher könnten so auf Stablecoin-Bestände „Rewards“ erhalten – geregelt und aus ihrer Sicht sicher.
Für Coinbase ist das mehr als nur Politik-Theater. Das Unternehmen sitzt in dieser Auseinandersetzung im Zentrum, weil das Geschäftsmodell stark davon profitiert, wenn es klare Regeln gibt und neue Produkte regulatorisch abgesichert werden.
Zeitlich wird es eng: Im Senat wird über einen möglichen nächsten Schritt im März oder April gesprochen. Als kritisches Fenster gilt Juli – vor der August-Pause. Verstreicht diese Frist, rückt eine Entscheidung eher in den Herbst.
Aktien & ETFs im Coinbase-Account: Angriff auf Robinhood
Parallel zum politischen Rückenwind liefert Coinbase eine handfeste Produkterweiterung: Aktien- und ETF-Handel für alle US-Nutzer, und zwar 24 Stunden an 5 Tagen pro Woche (24/5) – direkt in der App neben Krypto. Zum Start sind laut Unternehmen über 8.000 Aktien und ETFs verfügbar, teils als Bruchstücke ab 1 US-Dollar. Für Clearing, Verwahrung und Ausführung arbeitet Coinbase mit Apex Fintech Solutions.
Die Stoßrichtung ist klar: Coinbase rückt damit näher an klassische Broker heran und verschärft den Wettbewerb, insbesondere mit Robinhood. Gleichzeitig versucht das Unternehmen, die Abhängigkeit der eigenen Aktie von der Stimmung im Bitcoin-Markt zu verringern.
Flankierend kommen weitere Bausteine hinzu: Eine Kooperation mit Yahoo Finance soll Trades „mit einem Klick“ aus der Recherche heraus ermöglichen. Zudem startet Coinbase in den USA den Zugang zu Prediction Markets; die Liquidität kommt zum Auftakt von Kalshi.
Ausblick: Nächste Termine, enges Zeitfenster
Entscheidend für die nächsten Monate bleibt die Gesetzgebung: Laut Brian Gardner (Stifel) erschwert der Krieg im Iran die Chancen, das Krypto-Gesetz dieses Jahr durchzubringen – vor allem wegen des politischen Kalenders. Zusätzlich will Coinbase seine Multi-Asset-Strategie auf institutioneller Bühne erklären: Das Unternehmen nimmt an der Morgan Stanley Technology, Media & Telecom Conference teil – ein weiterer Test, ob die neue „Plattform-Erzählung“ auch bei großen Investoren verfängt.
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