Coinbase Aktie: Politischer Gegenwind

Der Rückzug von Coinbase von einem wichtigen US-Gesetzentwurf belastet die Aktie und verlängert regulatorische Unsicherheit, trotz neuer Handelsangebote und optimistischer Analysten.

Die Kernpunkte:
  • CEO zieht Unterstützung für CLARITY Act zurück
  • Aktie verliert deutlich bei Bitcoin-Korrektur
  • Neues Angebot für US-Aktienhandel gestartet
  • Analysten halten an positiven Kurszielen fest

Ein turbulentes Wochenende drückt die Coinbase-Aktie zum Wochenstart ins Minus. Während der breite Kryptomarkt schwächelt, sorgt vor allem ein strategischer Konflikt zwischen CEO Brian Armstrong und Washington für Verunsicherung. Der überraschende Rückzug der Unterstützung für ein wichtiges Gesetzesvorhaben wirft Fragen zur künftigen Regulierung auf und überschattet eine wichtige Produkterweiterung des Unternehmens.

Konflikt um Krypto-Gesetz

Auslöser der aktuellen Nervosität ist die Kehrtwende von Coinbase bezüglich des “CLARITY Act”. Am Sonntag zog CEO Brian Armstrong die Unterstützung für diesen zentralen Gesetzentwurf öffentlich zurück. Armstrong bezeichnete die aktuelle Fassung als “katastrophal für den durchschnittlichen amerikanischen Verbraucher”, da sie unter anderem Renditemöglichkeiten auf Stablecoins verbieten und DeFi-Nutzer unverhältnismäßig belasten würde.

In Washington sorgt dieser Schritt für Verstimmung. Regierungsvertreter werteten den Rückzug als Wortbruch (“Rug Pull”), eine geplante Senatsanhörung wurde daraufhin verschoben. Marktbeobachter befürchten nun, dass dieser Konflikt die regulatorische Unsicherheit bis weit in das Jahr 2026 verlängern könnte, was insbesondere das Geschäft mit institutionellen Kunden belasten würde.

Marktschwäche und Expansion

Parallel zu den politischen Spannungen treibt Coinbase seine Strategie zur “Everything Exchange” voran. Seit dem 18. Januar bietet die Plattform in Partnerschaft mit Apex Fintech Solutions auch den Handel mit klassischen US-Aktien an. Dieser Schritt soll die Abhängigkeit von den zyklischen Kryptomärkten verringern.

Aktuell dominiert jedoch die Korrektur beim Bitcoin das Geschehen. Die Leitwährung rutschte unter die Marke von 94.000 Dollar, was im Gesamtmarkt Liquidationen von rund 546 Millionen Dollar auslöste. Im frühen europäischen Handel am Montag verlor die Coinbase-Aktie infolgedessen rund 4,7 Prozent auf etwa 199,16 Euro. Technisch ist das Papier angeschlagen und notiert unter den wichtigen 50-, 100- und 200-Tage-Linien.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz des aktuellen Gegenwinds halten Analysten an ihren positiven Einschätzungen fest und verweisen auf eine Diskrepanz zwischen Stimmung und Fundamentaldaten. Die Bank of America stufte die Aktie kürzlich mit einem Kursziel von 340 Dollar auf “Buy” hoch. Auch der breite Marktkonsens sieht mit einem mittleren Kursziel von 330 Dollar noch ein Aufwärtspotenzial von fast 37 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 16. Januar.

Ausblick

Für Anleger richtet sich der Fokus nun auf die dritte Februarwoche, wenn Coinbase die Ergebnisse für das vierte Quartal vorlegt. Kurzfristig bleibt die Aktie jedoch ein Spielball der politischen Entwicklung in Washington. Gelingt im US-Handel keine Rückeroberung der Marke von 240 Dollar, drohen weitere Abverkäufe, solange sich auch der Bitcoin nicht stabilisiert.

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