Coinbase Aktie: Regulierungs-Eklat

Coinbase zieht Unterstützung für US-Kryptogesetz zurück, während die Bank of America die Aktie aufgrund der Expansion zur Finanz-Super-App auf 'Buy' stuft.

Die Kernpunkte:
  • Unternehmen stoppt Unterstützung für CLARITY Act
  • Bank of America erteilt Buy-Rating für Aktie
  • Strategiewechsel zur 'Everything Exchange' geplant
  • Operative Probleme und Kurs unter Druck

Coinbase-CEO Brian Armstrong hat am 21. Januar in Davos eine politische Vollbremsung hingelegt: Der CLARITY Act, das zentrale US-Regulierungsgesetz für Kryptos, wird vom Unternehmen nicht mehr unterstützt. Armstrong begründet den Rückzug drastisch: Die aktuelle Version des Gesetzes sei “schlechter als der Status Quo”. Gleichzeitig stuft die Bank of America die Aktie auf ‘Buy’ hoch – mit der Begründung, Coinbase entwickle sich zur “Everything Exchange”.

Lobbyisten-Schlacht im Senat

Der Kern des Konflikts liegt in einer Klausel, die Zinszahlungen auf Stablecoins verbieten würde. Armstrong sieht darin einen Angriff der traditionellen Finanzbranche, die unter dem Deckmantel der Regulierung Konkurrenz ausschalten will. Coinbase hat allein im vierten Quartal 2025 rund 820.000 Dollar für Lobbyarbeit ausgegeben – und nutzt diesen Einfluss nun gezielt, um das Gesetz zu blockieren.

Die Verhandlungen im US-Senat sind faktisch gestoppt. Für Investoren bedeutet das: Die erhoffte regulatorische Klarheit rückt in weite Ferne. Stattdessen setzt das Unternehmen auf eine Strategie der Verweigerung, um sein Geschäftsmodell zu schützen.

Neues Geschäftsmodell als Ausweg

Die Bank of America begründet ihr Buy-Rating mit der strategischen Neuausrichtung von Coinbase. Das Unternehmen will über den volatilen Krypto-Handel hinauswachsen und klassische Finanzinstrumente wie Aktien, ETFs sowie Prediction Markets anbieten. Ziel: eine “Super App” für alle Finanzgeschäfte.

Analysten von TIKR sehen in diesem Szenario ein Kurspotenzial von 48 Prozent auf 337 Dollar. Die Logik dahinter: Abonnement- und Service-Erlöse könnten die Abhängigkeit vom schwankungsanfälligen Krypto-Markt reduzieren und die Aktie stabilisieren.

Operative Störfeuer

Kurzfristig bleibt die Aktie unter Druck. Der Kurs schloss bei 225 Dollar, belastet durch einen schwächelnden Bitcoin unterhalb von 89.000 Dollar. Zudem sorgen operative Zwischenfälle für Irritationen: Coinbase zieht sich aus Argentinien zurück und muss die Peso-Dienste einstellen. Am 21. Januar führten technische Probleme bei Drittanbietern zu fehlerhaften Kontoanzeigen – ein Vertrauensproblem für betroffene Nutzer.

Am 12. Februar 2026 folgen die Quartalszahlen für Q4 2025. Bis dahin steht die Frage im Raum, ob die politische Blockade-Strategie aufgeht oder ob das Unternehmen zwischen regulatorischer Unsicherheit und operativen Herausforderungen zerrieben wird.

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