Coinbase Aktie: Sorgen bleiben bestehen

Die Kryptobörse Coinbase steht vor kritischen Wochen: Ein blockiertes US-Gesetz bedroht wichtige Einnahmen, während Analysten einen massiven Gewinneinbruch für das kommende Quartal erwarten.

Die Kernpunkte:
  • Blockade wichtiger US-Kryptoregulierung im Senat
  • Analysten prognostizieren Gewinnrückgang um 80 Prozent
  • Abogeschäft als stabilisierender Umsatzfaktor
  • Aktienkurs deutlich unter Jahreshoch notierend

Auf dem Papier sieht die jüngste Erholung beeindruckend aus. In nur sieben Tagen kletterte der Kurs um knapp 23 Prozent auf 179,70 Euro. Die Realität hinter den Kulissen ist weitaus angespannter. Die Krypto-Börse steht vor den wichtigsten Wochen des Jahres. Ein blockiertes Gesetz und schwache Quartalszahlen drohen das Geschäftsmodell massiv zu belasten.

Blockade im US-Senat

In Washington stockt der sogenannte CLARITY Act. Das Krypto-Gesetz hängt im Bankenausschuss des Senats fest. Bis Ende April muss ein Entwurf vorliegen. Sonst droht ein regulatorischer Stillstand bis nach den Zwischenwahlen.

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Für Coinbase steht viel auf dem Spiel. Das Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Jahr rund 1,35 Milliarden US-Dollar mit Stablecoins. Das entsprach knapp 20 Prozent des Nettoumsatzes. Ein massiver Ertragsbringer.

Allerdings verbietet der aktuelle Gesetzentwurf Plattformen genau diese Weitergabe von Zinserträgen aus USDC-Reserven. Das Weiße Haus drängt derweil auf eine schnelle Lösung. Präsident Trump forderte die Institutionen kürzlich auf, alle Hürden für das Gesetz zügig abzubauen.

Warnsignale vor den Quartalszahlen

Parallel dazu wächst die Nervosität vor den Quartalszahlen am 7. Mai. Analysten erwarten einen drastischen Gewinnrückgang von etwa 80 Prozent. Die Investmentbank Barclays stufte die Aktie kürzlich auf „Underweight“ ab und senkte das Kursziel auf 140 US-Dollar.

Die Experten verweisen auf massiv gesunkene Handelsvolumina. Auch Oppenheimer reduzierte die Umsatzschätzungen für das abgelaufene Quartal. Cantor Fitzgerald hält dagegen an der Kaufempfehlung fest. Diese Analysten sehen im aktuellen Marktumfeld eine strategische Einstiegschance und vermuten den zyklischen Boden erreicht.

Abos als Rettungsanker

Einen gewissen Schutz bietet das Abo- und Servicegeschäft. Dieser Bereich soll im ersten Quartal bis zu 630 Millionen US-Dollar einbringen. Das federt die schwachen Handelsumsätze zumindest teilweise ab. Der Umbau zu einer breit aufgestellten Krypto-Plattform schreitet voran.

An der Börse spiegelt sich die fundamentale Unsicherheit deutlich wider. Das Papier notiert aktuell rund 50 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von elf Prozent auf der Anzeigetafel.

Die nächsten Tage zwingen Investoren zur Positionierung. Bis Ende des Monats muss der Senatsausschuss beim Krypto-Gesetz liefern. Am 7. Mai folgen die harten Fakten aus dem Quartalsbericht. Fällt das Handelsvolumen schwächer aus als befürchtet, dürfte die Unterstützung bei 154 Euro einem massiven Stresstest unterzogen werden. Diese Marke entspricht dem aktuellen 50-Tage-Durchschnitt.

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