Coinbase Aktie: Umbau läuft
Coinbase weitet sein Angebot auf US-Aktien aus und verzeichnet einen Umsatzrückgang, während sich die Einnahmen stärker auf wiederkehrende Serviceerlöse verlagern.

- Start des 24/5-Handels für US-Aktien und ETFs
- Transaktionserlöse sinken, Serviceumsätze steigen
- Starke Abhängigkeit vom Stablecoin-Geschäft
- Aktienrückkäufe im Wert von 1,7 Mrd. US-Dollar
Coinbase stellt sein Angebot gerade sichtbar breiter auf: Seit gestern können US-Nutzer ausgewählte US-Aktien und ETFs nun 24 Stunden an fünf Tagen der Woche provisionsfrei handeln. Gleichzeitig zeigen die Zahlen zum Schlussquartal 2025, warum dieser Schritt mehr ist als nur ein nettes Feature. Denn das Geschäft verschiebt sich – weg von klassischen Trading-Erlösen, hin zu wiederkehrenden Einnahmen.
24/5-Handel: Mehr Nähe zur Börsenrealität
Mit dem Start am 1. März 2026 erweitert Coinbase die Plattform um einen kontinuierlicheren Zugang zu mehr als 8.000 US-Aktien und ETFs. Das zielt klar auf Nutzer, die „Krypto-Tempo“ gewohnt sind und nicht auf klassische Börsenzeiten warten wollen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Coinbase?
Der Ausbau fällt in eine Phase, in der die Krypto-Märkte zuletzt eher Gegenwind hatten. Genau da wird ein breiteres Produktportfolio wichtig: Es kann die Abhängigkeit von reinen Krypto-Transaktionen reduzieren und die App öfter zum Anlaufpunkt machen – auch dann, wenn Trading-Lust und Volumen im Digital-Asset-Markt nachlassen.
Die Zahlen: Weniger Transaktionen, mehr Services
Im vierten Quartal 2025 meldete Coinbase einen Nettoverlust von 667 Mio. US-Dollar. Der Umsatz lag bei 1,78 Mrd. US-Dollar – 22% weniger als im Vorjahr. Auffällig ist dabei weniger die Gesamtsumme als die Zusammensetzung: Die Transaktionserlöse fielen um 37% auf 982,7 Mio. US-Dollar. Gleichzeitig stiegen Abo- und Serviceumsätze um 13,5% auf 727,4 Mio. US-Dollar.
Ein zentraler Baustein sind Stablecoins: Das USDC-getriebene Stablecoin-Segment brachte 2025 rund 1,35 Mrd. US-Dollar ein, also 19% des Jahresumsatzes. Das unterstreicht, dass Coinbase stärker an „Infrastruktur-Erträgen“ arbeitet – Einnahmen, die nicht bei jedem Marktzucken wegbrechen müssen.
Für das erste Quartal 2026 stellt das Unternehmen rund 1,59 Mrd. US-Dollar Umsatz und einen Gewinn je Aktie (non-GAAP) von 0,57 US-Dollar in Aussicht (nach 0,66 US-Dollar im Q4).
Institutionelle Kunden: Verwahrung und Kredite im Fokus
Das institutionelle Geschäft bleibt ein Schaufenster für Coinbase Prime Custody. Laut Bericht verwahrt Coinbase für SpaceX derzeit rund 8.285 Bitcoin. Der Wert dieses Bestands wird auf etwa 545 Mio. US-Dollar beziffert, nach 780 Mio. US-Dollar im Dezember 2025 – ein Effekt der jüngsten Preisbewegungen. SpaceX will diese Position laut Text in den kommenden IPO-Unterlagen offenlegen; ein Börsengang wird für Juni 2026 angepeilt.
Auch das Kreditgeschäft liefert Schlaglichter: Coinbase Credit stellte der britischen Smarter Web Company eine Kreditlinie über 30 Mio. US-Dollar bereit, besichert mit 2.689 Bitcoin. Der Kunde soll die Coins im Schnitt zu 112.865 US-Dollar gekauft haben und liegt damit – bezogen auf das im Text genannte Marktumfeld – deutlich im Minus.
Aktie und Kapitalmaßnahmen: Rückkäufe als Signal
An der Börse bleibt die Aktie trotz einer Erholung in den letzten Tagen klar angeschlagen. Auf Wochensicht liegt sie zwar 9,55% im Plus, seit Jahresanfang aber 26,28% im Minus (Schlusskurs Freitag: 148,88 €). Das passt ins Bild eines Unternehmens, das operativ investiert und parallel versucht, Vertrauen über Kapitalmaßnahmen zu stabilisieren.
So kaufte das Management zwischen dem vierten Quartal und dem 10. Februar 2026 Aktien im Wert von 1,7 Mrd. US-Dollar zurück. Zusätzlich wurde eine neue Rückkauf-Ermächtigung über 2 Mrd. US-Dollar beschlossen.
Zum nächsten Stimmungstest dürfte das erste Quartal 2026 werden: Dann muss sich zeigen, ob der Mix aus weniger transaktionsabhängigen Erlösen (Services, Stablecoins) und dem Plattform-Ausbau wie 24/5-Handel die Umsatzbasis tatsächlich stabilisiert – oder ob der Gegenwind aus dem Digital-Asset-Markt weiter durchschlägt.
Coinbase-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Coinbase-Analyse vom 2. März liefert die Antwort:
Die neusten Coinbase-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Coinbase-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Coinbase: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




