Coinbase Aktie: Umbau zur Plattform
Coinbase erweitert sein Angebot um provisionsfreien Aktienhandel, um unabhängiger vom Kryptogeschäft zu werden, trotz rückläufiger Quartalszahlen und Umsatzeinbußen.

- Start von provisionsfreiem Aktien- und ETF-Handel
- Quartalszahlen verfehlen Analystenerwartungen deutlich
- Strategiewechsel zur diversifizierten Plattform
- Aktienkurs zeigt kurzfristige Erholung
Coinbase will nicht länger nur Krypto-Börse sein. Mit dem Start eines provisionsfreien Aktien- und ETF-Handels drückt das Unternehmen seine „Everything Exchange“-Strategie jetzt sichtbar in den Alltag der Nutzer. Ausgerechnet dieser Schritt fällt aber in eine Phase, in der die jüngsten Quartalszahlen den Markt eher gebremst haben.
Aktienhandel als strategischer Hebel
Seit dem 1. März bietet Coinbase provisionsfreien Handel rund um die Uhr an fünf Tagen pro Woche (24/5) für mehr als 8.000 in den USA gelistete Aktien und ETFs. Der Kern der Idee: Nutzer sollen klassische Wertpapiere und Krypto-Positionen in einer App und in einem Konto verwalten können – bezahlt wird dabei mit US-Dollar oder USDC.
Technisch stützt sich Coinbase für die erweiterten Trading-Funktionen auf Apex Fintech Solutions. Außerdem gibt es eine Integration mit Yahoo Finance, die bei US-Kunden eine nahtlose Orderausführung ermöglichen soll. Unterm Strich geht es um einen Brückenschlag: Coinbase versucht, die Hürde zwischen „TradFi“ und Krypto im Alltag zu senken – und so unabhängiger vom reinen Kryptohandel zu werden.
CFO-Auftritt im Fokus der Institutionellen
Heute (Dienstag) tritt CFO Alesia Haas bei einem „Fireside Chat“ auf der Morgan-Stanley-Konferenz für Technology, Media und Telecom auf. Der Termin ist nicht nur PR: Gerade institutionelle Investoren wollen hören, wie das Management die neue Plattform-Story erklärt – und wie sie zu den zuletzt schwächeren Finanzkennzahlen passt.
Ein Live-Webcast sowie eine Aufzeichnung sollen über die Investor-Relations-Seite verfügbar sein.
Schwaches Q4 bremst die Stimmung
Denn die Zahlen haben zuletzt Gegenwind geliefert. Im Quartal bis Dezember 2025 fiel der Umsatz auf 1,78 Mrd. Dollar (–21,6% zum Vorjahr). Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,66 Dollar, nach 3,39 Dollar im Vorjahresquartal – und unter der Konsensschätzung von 0,92 Dollar (–28,26% Abweichung).
Auch das operative Bild wirkte gedämpft: Das bereinigte EBITDA erreichte 566 Mio. Dollar und verfehlte damit die Analystenschätzung von 680,8 Mio. Dollar um 31,8%. Als Treiber nennt das Unternehmen sinkende Transaktionserlöse bei gleichzeitig höheren operativen Kosten. Auffällig ist die Verschiebung im Mix: Transaktionserlöse fielen um 36,8% auf 982,7 Mio. Dollar, während „Subscription & Services“ um 13,4% auf 727,4 Mio. Dollar zulegten – gestützt durch höhere Stablecoin-Erlöse.
Positiv: Zum Jahresende 2025 lagen Cash und Cash-Äquivalente bei 11,3 Mrd. Dollar, ein Plus von 21,2% gegenüber Ende 2024.
Kursbild: Erholung, aber noch kein Befreiungszeichen
Nach dem jüngsten Sprung zeigt die Aktie zwar Momentum, steht aber im Jahresverlauf weiter unter Druck. Laut den bereitgestellten Daten liegt sie seit Jahresanfang bei -21,54%, in den letzten sieben Tagen dagegen bei +15,10%. Das passt zur Gemengelage: strategischer Fortschritt auf der einen Seite, Fragezeichen hinter der kurzfristigen Ertragskraft auf der anderen.
Konkret wird es auch beim Ausblick: Für das erste Quartal 2026 erwartet Coinbase „Subscription & Services“-Umsätze von 550 bis 630 Mio. Dollar. Damit setzt das Unternehmen klar darauf, dass neue Angebote wie der Aktienhandel und das Stablecoin-Geschäft die Abhängigkeit vom schwankungsanfälligen Spot-Trading weiter reduzieren.
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