Coinbase Aktie: USDC kommt ins Samsung Wallet

Der Krypto-Sektor belastete Coinbase, während das Unternehmen Wallet- und Derivateangebote ausbaut und Goldman Sachs sein Kursziel anhob.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert 3,4 Prozent
  • Samsung-Wallet-Kooperation wurde angekündigt
  • Deribit-Integration technisch abgeschlossen
  • Goldman Sachs erhöht Kursziel auf 244 Dollar

Die Papiere von Coinbase gerieten gestern spürbar unter Druck und verbuchten im Handel ein Minus von 3,4 Prozent auf 153,30 Euro. Auslöser für den Kursrückgang war kein unternehmensspezifisches Ereignis, sondern eine breit angelegte Verkaufswelle im gesamten Krypto-Sektor. Begleitet von erzwungenen Liquidationen fiel der Bitcoin unter die Marke von 83.000 $, was die Notierungen kryptobezogener Aktien am Markt mit nach unten zog.

Zusätzlicher Gegenwind kam von den US-Börsen, an denen Technologiewerte im gestrigen Handel deutliche Einbußen verzeichneten. Die allgemeine Marktschwäche überlagerte damit mehrere operative Weichenstellungen, die das Unternehmen zeitgleich vorantreibt.

Partnerschaft mit Samsung Wallet angekündigt

Operativ meldete Coinbase gestern eine Kooperation mit Samsung Electronics America. Die Krypto-Plattform wird künftig die Integration des Stablecoins USDC als Standardwährung im Samsung Wallet bereitstellen. Die Guthaben berechtigter US-Galaxy-Nutzer sollen dabei über Coinbase Prime verwahrt werden.

Der Start des neuen Dienstes für Dollar-Transfers ist für die letzte Oktoberwoche geplant und entsteht in Zusammenarbeit mit dem Infrastrukturanbieter Bastion. Für Coinbase bedeutet der Schritt einen direkten Zugang zu den Mobilgeräten zahlreicher US-Kunden, was die Nutzung von Stablecoins im Alltag weiter etablieren soll.

Derivate-Plattform und neue Handelsfunktionen

Bereits am Mittwoch bestätigte das Unternehmen zudem den formalen Abschluss der technischen Integration der Derivatebörse Deribit. Ziel ist es, die weltweiten und US-amerikanischen Derivatemärkte in einem einheitlichen, regulierten Liquiditätspool zusammenzuführen.

In den kommenden Wochen will Coinbase den Handel mit Krypto-Optionen, Spot-Margingeschäfte sowie vereinheitlichte Portfolios für berechtigte Nutzer freischalten. Für das Jahresende kündigte die Handelsplattform zudem die Rückkehr von Coinbase Pro an. Die Produktpalette wird damit schrittweise ausgebaut, um vor allem professionelle Marktteilnehmer und institutionelle Kunden an die Plattform zu binden.

Wall Street passt Kursziele an

An der Wall Street stießen die strategischen Maßnahmen in dieser Woche auf überwiegend positive Resonanz. Mehrere Analysehäuser hoben ihre Erwartungen für den Titel an. Analyst James Yaro von Goldman Sachs bekräftigte am Mittwoch seine Kaufempfehlung und erhöhte das Kursziel von 219 $ auf 244 $.

Ebenfalls am Mittwoch bestätigte Andrew Harte vom Analysehaus BTIG seine Einstufung mit „Buy“ und beließ das Kursziel bei unverändert 240 $. Trotz des gestrigen Kursrückschlags sehen die Analysten in der fortschreitenden Produktintegration und der Expansion in neue Nutzersegmente weiterhin Potenzial für die Plattform.

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