Coinbase Aktie: Zinsverbot droht
Coinbase startet kryptogedeckte Immobilienfinanzierung, während ein US-Gesetzesentwurf die wichtigen Zinseinnahmen aus Stablecoins bedroht. Analysten bleiben trotz Kursverlust optimistisch.

- Start von Bitcoin-gesicherten Hypotheken in den USA
- Senatsentwurf droht mit Verbot von Stablecoin-Zinsen
- Zinseinnahmen machten 19% des Umsatzes aus
- Goldman Sachs und Bernstein halten an Kaufempfehlungen fest
Coinbase wagt den nächsten großen Schritt in den traditionellen Finanzmarkt und ermöglicht US-Kunden den Hauskauf mit Bitcoin. Gleichzeitig braut sich in Washington ein massives Problem für die Kryptobörse zusammen. Ein durchgesickerter Gesetzesentwurf des US-Senats bedroht eine der wichtigsten Einnahmequellen des Unternehmens.
Immobilienkauf mit Krypto-Hinterlegung
Um digitale Vermögenswerte stärker in den Alltag zu integrieren, bietet Coinbase ab sofort kryptogedeckte Hypotheken an. In Zusammenarbeit mit dem Kreditgeber Better Home & Finance und unterstützt durch die staatliche Agentur Fannie Mae können US-Käufer ihre Anzahlung mit Bitcoin oder dem Stablecoin USDC besichern. Anleger finanzieren so Immobilien, ohne ihre Krypto-Bestände liquidieren zu müssen.
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Um die hohe Volatilität der Anlageklasse abzufedern, gelten strikte Vorgaben. Für eine Anzahlung von 100.000 US-Dollar müssen Käufer 250.000 Dollar in Bitcoin oder 125.000 Dollar in USDC hinterlegen. Nachschusspflichten entfallen bei dieser Konstruktion komplett. Selbst wenn der Wert der hinterlegten Kryptowährungen schwankt, fordert die Bank keine zusätzlichen Sicherheiten, solange die regulären Raten fließen.
Der CLARITY Act als Ertragsrisiko
Während das Hypothekengeschäft neue Türen öffnet, droht von politischer Seite erheblicher Gegenwind. Coinbase lehnte kürzlich einen Kompromissvorschlag des US-Senats zum sogenannten „Digital Asset Market CLARITY Act“ ab. Ein geleakter Entwurf dieses Gesetzes sieht ein mögliches Verbot von Zinserträgen auf Stablecoin-Bestände vor.
Für die Finanzstruktur der Börse wäre das ein harter Treffer. Diese speziellen Einnahmen machten im dritten Quartal 2025 rund 19 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die regulatorische Unsicherheit spiegelt sich direkt im Kursverlauf wider. Auf Wochensicht verlor das Papier 18,27 Prozent und ging am Freitag bei 139,70 Euro aus dem Handel.
Analysten blicken durch das Tal
Trotz der politischen Reibungsverluste und des jüngsten Kursrutsches halten große Adressen an ihren positiven Einschätzungen fest. Goldman Sachs sieht im breiteren Kryptomarkt einen zyklischen Boden und stuft den Titel weiterhin als Kauf ein. Auch die Experten von Bernstein bestätigen ihr „Buy“-Rating. Sie verweisen auf die langfristige Positionierung von Coinbase in der sich wandelnden Finanzinfrastruktur und rufen ein Kursziel von 440 US-Dollar auf.
Die kurzfristige Entwicklung der Aktie hängt nun maßgeblich vom politischen Zeitplan ab. In der zweiten Aprilhälfte steht die Abstimmung des Senats über den CLARITY Act an. Bis dahin muss der Markt das Wachstumspotenzial der neuen Krypto-Hypotheken gegen den drohenden Wegfall lukrativer Zinseinnahmen abwägen.
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