Coinbase: TAS für XRP-Futures ab 1. Mai

Coinbase diversifiziert sein Geschäft: Handelsgebühren sinken, Zahlungsinfrastruktur wächst. Neue Derivate-Funktion und Token-Delisting prägen den Wandel.

Die Kernpunkte:
  • Handelsgebühren-Anteil sinkt auf 55 Prozent
  • Neue Settlement-Funktion für XRP-Derivate
  • Chrono.tech-Token wird von Coinbase entfernt
  • Eigener Zahlungs-Stack mit USDC-Stablecoin

Beim Börsengang stammten über 90 Prozent der Coinbase-Umsätze aus Handelsgebühren. Ende 2025 lag dieser Wert nur noch bei rund 55 Prozent. Der Krypto-Konzern baut sich um. Die Plattform wandelt sich vom reinen Handelsplatz zum Infrastruktur-Anbieter für Institutionelle.

Wall-Street-Standards für Krypto-Derivate

Ab dem 1. Mai 2026 führt Coinbase die Funktion „Trade at Settlement“ ein. Das gilt für XRP-Terminkontrakte auf der regulierten Derivatebörse. Händler können Aufträge damit zum offiziellen Abrechnungspreis des Tages ausführen. Dieses Verfahren stammt aus dem traditionellen Rohstoffhandel. Es minimiert Preisabweichungen bei großen Volumina.

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Im März stuften US-Behörden XRP offiziell als digitale Ware ein. Das weckt laut Marktbeobachtern neue institutionelle Nachfrage nach regulierten Krypto-Derivaten.

An der Börse reagieren Anleger aktuell verhalten. Die Coinbase-Aktie notiert bei 167,44 Euro und verliert auf Wochensicht gut vier Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 17 Prozent auf der Anzeigetafel.

Strengere Regeln für kleine Token

Parallel dazu bereinigt das Unternehmen sein Angebot. Coinbase entfernt den Chrono.tech-Token am 11. Mai von allen Handelsplattformen. Das Management nennt Compliance-Probleme als Grund für diesen Schritt. Der Handel stoppt, Nutzer können ihre Bestände aber weiterhin auf externe Wallets abziehen.

Die Folge: Der Token verschwindet. Er spielte mit einer winzigen Marktkapitalisierung ohnehin kaum eine Rolle.

Angriff auf klassische Zahlungsdienstleister

Das eigentliche Wachstumsfeld liegt abseits des klassischen Tradings. Coinbase positioniert sich als Rückgrat für globale Zahlungen. Laut Chief Business Officer Shan Aggarwal wickelten Stablecoins im Jahr 2025 rund 33 Billionen US-Dollar ab. Zum Vergleich: Der Gigant Visa kam im selben Zeitraum auf 16,7 Billionen US-Dollar.

Coinbase nutzt diese Dynamik für sich. Das Unternehmen baut einen eigenen Zahlungs-Stack rund um den USDC-Stablecoin auf. Im ersten Quartal 2026 verarbeitete die Sparte Coinbase Business bereits Zahlungen von über 250 Millionen US-Dollar. Der Umbau zur Finanzinfrastruktur liefert erste greifbare Ergebnisse.

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