CoinShares: 1,67 Milliarden Abflüsse in einer Woche

Institutionelle Anleger ziehen sich zurück: Dritte Woche in Folge mit Nettoabflüssen bei Krypto-Produkten. Bitcoin verzeichnet Rekordabfluss.

Die Kernpunkte:
  • Dritte Abflusswoche in Folge
  • Bitcoin mit Jahresrekord bei Abflüssen
  • Geopolitische Spannungen als Hauptgrund
  • XRP-Produkte trotzen dem Trend

CoinShares liefert gerade ein klares Stimmungsbild aus dem Krypto-Markt: institutionelle Anleger ziehen sich spürbar zurück. In der Woche bis zum 1. Juni flossen 1,67 Milliarden US-Dollar aus Krypto-Investmentprodukten ab. Das war bereits die dritte Woche mit Nettoabflüssen in Folge.

Der Druck trifft vor allem Bitcoin. Die Produkte rund um die größte Kryptowährung verzeichneten mit 1,44 Milliarden US-Dollar den höchsten Wochenabfluss des laufenden Jahres. Auch Ethereum stand unter Beschuss und verlor 257 Millionen US-Dollar an Kapital.

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Geopolitik schlägt Regulierung

CoinShares-Analyst James Butterfill macht vor allem die gestiegene Risikoaversion institutioneller Investoren verantwortlich. Im Zentrum stehen die Spannungen rund um den Iran. Sie überlagern derzeit positive Impulse aus dem Regulierungsbereich, darunter den CLARITY Act in den USA.

Parallel dazu schrumpft das verwaltete Vermögen in dem Segment. Innerhalb einer Woche fiel es von 148 Milliarden auf 141 Milliarden US-Dollar. Über drei Wochen summieren sich die Abflüsse auf 4,21 Milliarden US-Dollar.

USA mit dem größten Druck

Der Abverkauf kam vor allem aus den USA. Allein dort wurden 1,63 Milliarden US-Dollar abgezogen. Das zeigt, wie stark der Rückzug institutioneller Gelder derzeit auf dem wichtigsten Markt für Krypto-Produkte durchschlägt.

Es gibt aber auch Gegenbewegungen. XRP-basierte Produkte verbuchten Zuflüsse von 20,3 Millionen US-Dollar. Auch Hyperliquid- und Near-Fonds kamen auf frisches Geld, wenn auch in deutlich kleinerem Umfang.

Markt bleibt nervös

Die Stimmung bleibt angespannt, weil der breitere Kryptomarkt unter Druck steht. Bitcoin fiel zuletzt erstmals seit April wieder unter 70.000 US-Dollar. Belastend wirken neben den geopolitischen Sorgen auch Inflationsängste und die Erwartung neuer geldpolitischer Signale der großen Zentralbanken.

Für CoinShares ist das relevant, weil das Unternehmen mit Krypto-ETPs direkt an der institutionellen Nachfrage hängt. Die aktuellen Daten zeigen: Sobald die Risikobereitschaft kippt, schlägt das schnell auf Mittelzuflüsse und verwaltetes Vermögen durch. In den nächsten Wochen dürfte besonders wichtig werden, ob sich die geopolitische Lage beruhigt und die Abflüsse damit abklingen.

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