Colgate-Palmolive Aktie: Piper Sandler senkt Kursziel auf 95 Dollar

Steigende Rohstoffkosten belasten die Prognose für 2027, während UBS und die Mehrheit der Analysten den Konsumgüterkonzern weiter positiv bewerten.

Die Kernpunkte:
  • Kursziel auf 95 US-Dollar reduziert
  • Gewinnschätzung für 2027 gesenkt
  • UBS sieht 109 US-Dollar Potenzial
  • Quartalsdividende von 0,53 US-Dollar

Piper Sandler sieht Gegenwind durch Rohstoffpreise auf den Konsumgüterhersteller zukommen. Das Analysehaus senkte das Kursziel für den US-Konzern auf 95 US-Dollar nach zuvor 98 US-Dollar, belässt die Einstufung aber auf „Overweight“. Im deutschen Handel notiert das Papier heute bei 75,38 Euro.

Als wesentlichen Grund für die Anpassung nennen die Experten einen absehbaren Kostendruck. Steigende Notierungen an den Ölmärkten könnten die Aufwendungen in der ersten Jahreshälfte 2027 spürbar belasten. Für das Unternehmen kommt es vor allem darauf an, seine Margenstärke gegen anziehende Material- und Frachtkosten zu verteidigen.

Anpassungen bei den Gewinnschätzungen

Folglich passten die Analysten ihre mittelfristigen Modellrechnungen an. Die Gewinnprognose für das kommende Jahr sank auf 4,12 US-Dollar je Aktie nach zuvor 4,23 US-Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr bleibt die Erwartung mit 3,85 US-Dollar je Anteilsschein hingegen unverändert.

Damit trägt das Institut auch dem allgemeinen Branchenumfeld Rechnung. Marktbeobachter verweisen darauf, dass sich das Absatzwachstum bei US-Konsumgütern zuletzt verlangsamt hat. Ein verhalteneres Konsumklima erschwert es den Herstellern, künftige Kostensteigerungen ohne Weiteres über höhere Verkaufspreise an die Kundschaft weiterzugeben.

Zuversicht bei weiteren Marktbeobachtern

Trotz der reduzierten Erwartungen von Piper Sandler bleibt das allgemeine Stimmungsbild an den Märkten positiv. Die Analysten von UBS trauen dem Papier mit einem Kursziel von 109 US-Dollar weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial zu. Die breite Mehrheit der Experten stuft den Titel nach wie vor mit einer Kaufempfehlung ein.

Rückendeckung bieten dabei die robusten Fundamentaldaten des Unternehmens. Eine Bruttomarge von 60 Prozent unterstreicht die solide operative Verfassung im globalen Wettbewerb. Das Management demonstrierte zuletzt eine verlässliche Ertragsstärke bei den Kernmarken.

Dividende und solide Ertragskraft

Im zweiten Quartal übertraf der Konzern die Markterwartungen mit einem Gewinn je Aktie von 0,99 US-Dollar bei einem Umsatz von 5,36 Milliarden US-Dollar. Auch die institutionellen Investoren halten mit über 80 Prozent den überwiegenden Teil der Anteile.

Für die Anteilseigner steht zudem der nächste Ausschüttungstermin fest. Das Unternehmen schüttet eine Quartalsdividende von 0,53 US-Dollar je Aktie aus, für die das Ex-Datum auf den 20. Oktober fällt. Zuvor hatten Führungskräfte des Konzerns, darunter Konzernchef Noel R. Wallace, im August Teile ihrer Aktienbestände veräußert.

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