Commerzbank: 4,2 Milliarden Euro bis 2028

Commerzbank untermauert Unabhängigkeitskurs mit Stellenabbau und ehrgeizigen Gewinnzielen bis 2028. Entscheidende Hauptversammlung im Mai.

Die Kernpunkte:
  • Weiterer Personalabbau geplant
  • Nettogewinnziel von 4,2 Milliarden Euro
  • Rekordergebnis von 3 Milliarden Euro 2025
  • Hauptversammlung entscheidet über Dividende

Während UniCredit weiter Druck aufbaut, zieht Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp die Zügel im eigenen Haus an. Die aktualisierte „Momentum“-Strategie soll belegen, dass das Frankfurter Institut ohne eine Fusion besser fährt — und das mit handfesten Zahlen.

Stellenabbau als Begleitmaßnahme

Laut Handelsblatt plant die Commerzbank einen weiteren Personalabbau, dessen genaues Ausmaß noch nicht feststeht. Die Grundlage dafür ist bereits gelegt: Bank und Arbeitnehmervertreter haben sich auf einen Rahmeninteressenausgleich und einen Rahmensozialplan für die AG Deutschland geeinigt. Abgebaut werden soll sozialverträglich — über Altersteilzeit, Vorruhestand und Aufhebungsvereinbarungen.

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Im Februar 2025 hatte die Bank bereits angekündigt, bis 2028 brutto rund 3.900 Vollzeitstellen zu streichen, vorwiegend in Zentral- und Stabsfunktionen. Der Konzern-Personalbestand soll weltweit weitgehend konstant bleiben, weil in anderen Bereichen parallel aufgebaut wird.

Ehrgeizige Ziele, starke Ausgangslage

Die finanziellen Ambitionen sind klar: Bis 2028 soll der Nettogewinn auf 4,2 Milliarden Euro steigen. Für 2026 peilt das Management eine Aufwands-Ertrags-Quote von rund 54 Prozent an — ein Wert, der die Effizienz spürbar verbessern würde.

Die Ausgangslage ist dabei solide. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Bank ein bereinigtes Nettoergebnis von 3 Milliarden Euro — ein Rekord, rund 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Hinzu kommt eine geplante Dividende von 1,10 Euro je Aktie für 2025, deutlich mehr als die 0,65 Euro des Vorjahres. Zusammen mit laufenden Aktienrückkäufen schüttet die Bank rund 2,7 Milliarden Euro an Aktionäre aus — vorausgesetzt, die Hauptversammlung stimmt am 20. Mai zu.

Entscheidende Wochen im Mai

Am 8. Mai legt die Bank ihre Quartalszahlen vor und präsentiert das Strategie-Update — dann dürften auch konkrete Zahlen zum weiteren Stellenabbau folgen. Sechs Tage nach der Hauptversammlung, am 26. Mai, soll die Dividende ausgezahlt werden.

Währenddessen bleibt das UniCredit-Übernahmeangebot im Raum. Das Umtauschverhältnis impliziert einen Preis von 30,80 Euro je Commerzbank-Aktie — weit unter dem Analysten-Kurszieldurchschnitt von rund 38 Euro. Dass die Aktie stabil darüber notiert, wertet der Markt als Signal, dass eine Nachbesserung erwartet wird. Der aktuelle Kurs von 35,21 Euro liegt knapp sieben Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch, aber komfortabel über dem Angebotspreis.

Betriebsratschef Sascha Uebel positioniert sich klar auf der Seite der Unabhängigkeit: Ein eigenständiger Kurs koste deutlich weniger Arbeitsplätze als eine Eingliederung in den italienischen Konzern. Den Ausgang des Übernahmeverfahrens erwartet der Markt frühestens Ende Juni — der regulatorische Abschluss laut UniCredit erst 2027. Bis dahin liegt die Entscheidungsmacht bei den institutionellen Investoren, die rund 37 Prozent der Commerzbank-Aktien halten.

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