Commerzbank Aktie: 1,10 Euro Dividende, 69 Prozent Plus

Die Bundesregierung verzichtet auf ein Veto gegen die UniCredit-Offerte. Die Commerzbank lockt mit Rekorddividende und hohem Gewinnziel.

Die Kernpunkte:
  • Kein Veto aus Berlin gegen Übernahme
  • UniCredit-Angebot liegt unter Börsenkurs
  • Rekorddividende von 1,10 Euro beschlossen
  • Analysten sehen Kursziel bei 42 Euro

Die Bundesregierung räumt das Feld. Berlin plant kein Veto gegen eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch die UniCredit. Der Bund hält knapp 13 Prozent an dem Frankfurter Institut. Eine Nutzung der sogenannten „Golden Power“-Befugnisse ist vom Tisch. Die Sorge in Berlin: Ein Einschreiten könnte in Brüssel als antieuropäisches Signal wirken.

Übernahmeangebot verfehlt den Marktpreis

Im Fokus steht weiterhin die Offerte aus Italien. UniCredit bietet 0,485 eigene Papiere für eine Commerzbank-Aktie. Das entspricht rechnerisch einem Wert von rund 31 Euro. An der Börse notiert die Commerzbank aktuell bei 35,99 Euro.

Die Folge: Aktionäre ignorieren das Angebot. Bis Mitte Mai reichten Anleger lediglich 0,0059 Prozent der Papiere ein. Die erweiterte Annahmefrist läuft bis zum 3. Juli. Vorstand und Aufsichtsrat raten weiterhin strikt von einer Annahme ab.

Rekorddividende stützt den Kurs

Parallel dazu liefert das operative Geschäft Argumente für die Eigenständigkeit. Die Hauptversammlung beschloss eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie. Das ist ein Plus von 69 Prozent zum Vorjahr. Zusammen mit Aktienrückkäufen fließen 2,7 Milliarden Euro an die Anteilseigner zurück.

Der Ex-Dividende-Tag am 21. Mai erklärte den jüngsten leichten Kursrückgang. Auf Jahressicht glänzt das Papier mit einem Plus von über 35 Prozent. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 80,6 aktuell eine überkaufte Marktsituation.

Analysten trauen der Bank weitere Sprünge zu. Barclays bestätigt ein Kursziel von 42 Euro. Das Management untermauert den Eigenständigkeitskurs mit konkreten Zielen. Für das laufende Jahr peilt die Bank einen Gewinn von mindestens 3,4 Milliarden Euro an. Bis zum Ende der Annahmefrist im Sommer entscheidet sich der Machtkampf. Ohne eine deutliche Erhöhung der Offerte durch UniCredit-Chef Andrea Orcel dürfte die Übernahme scheitern.

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