Commerzbank Aktie: 2,7 Milliarden Rekord-Rückführung
Die Commerzbank schließt mit einer Rekorddividende und Aktienrückkäufen die größte Kapitalrückführung ihrer Geschichte ab.

- Rekord-Rückzahlung von 2,7 Milliarden Euro
- Volle Gewinnausschüttung für 2025
- Aktionäre segnen Strategie ab
- Aktie zeigt sich nach Dividendenabschlag stabil
Die Commerzbank verwöhnt ihre Aktionäre. Mit der dieswöchigen Dividendenzahlung von 1,10 Euro je Aktie schließt das Institut die größte Kapitalrückführung seiner Geschichte ab. Rund 2,7 Milliarden Euro fließen zurück an die Eigentümer. Ein klares Signal in Richtung Eigenständigkeit.
100 Prozent des Gewinns ausgeschüttet
Die Hauptversammlung am 20. Mai hatte den Dividendenvorschlag mit 99,88 Prozent Zustimmung abgesegnet. Am 26. Mai erfolgte die Auszahlung. Die Bank überweist rund 1,2 Milliarden Euro als Bardividende.
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Hinzu kommen Aktienrückkäufe im Volumen von 1,5 Milliarden Euro. Damit erreicht die Ausschüttungsquote erstmals 100 Prozent des Nettoergebnisses für 2025. Die Bank gibt den vollen Gewinn an die Aktionäre weiter – nach Abzug von Restrukturierungskosten und AT-1-Kuponzahlungen.
Rückendeckung für die Strategie
Vorstandschefin Bettina Orlopp treibt die Strategie „Momentum 2030“ voran. Ziel ist eine nachhaltig höhere Eigenkapitalrentabilität. Die Aktionäre zeigten sich auf der Hauptversammlung in Wiesbaden zufrieden und entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat mit deutlichen Mehrheiten.
Parallel dazu wurden neue Ermächtigungen für Aktienrückkäufe beschlossen. Bis zu 10 Prozent des Grundkapitals darf das Management künftig zurückkaufen – vorausgesetzt, die Aufsicht stimmt zu. Die Zustimmung lag bei über 96 Prozent.
Technisch gut aufgestellt
Nach dem Ex-Dividende-Abschlag am 21. Mai stabilisierte sich die Aktie bei 36,80 Euro. Die Notierung liegt über allen wichtigen gleitenden Durchschnitten – 50, 100 und 200 Tage. Das 52-Wochen-Hoch von 37,75 Euro ist nur 2,5 Prozent entfernt.
Analysten sehen weiteres Potenzial. Mehrere Kursziele liegen teils deutlich über der 40-Euro-Marke. Stütze: die Erwartung eines Nettoergebnisses von mindestens 3,4 Milliarden Euro für 2026.
Was als Nächstes kommt
Am 4. Juni spricht das Management auf einer Investorenkonferenz in Zürich. Analysten erwarten Einblicke in das zweite Quartal und Details zu den Effizienzprogrammen. Die vollständigen Halbjahreszahlen erscheinen am 6. August.
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