Commerzbank Aktie: 3,4 Milliarden für 2026

Nach gescheiterter UniCredit-Übernahme hebt die Commerzbank ihre Gewinnprognose an und plant fast vollständige Gewinnausschüttung bis 2028.

Die Kernpunkte:
  • Nettoergebnis-Ziel auf 3,4 Milliarden Euro erhöht
  • Fast 100 Prozent Gewinnausschüttung für Aktionäre geplant
  • UniCredit-Übernahmeangebot weitgehend erfolglos geblieben
  • Aktie nähert sich 52-Wochen-Hoch bei 38,85 Euro

Die Commerzbank zieht nach dem gescheiterten Übernahmeversuch der UniCredit einen klaren Schlussstrich. Der Vorstand hebt die Gewinnziele an und verspricht Aktionären fast den kompletten Gewinn zurück. Das Signal ist eindeutig: Die Bank will allein weitermachen.

Höhere Gewinnziele, volle Ausschüttung

Für 2026 peilt der Vorstand nun ein Nettoergebnis von mindestens 3,4 Milliarden Euro an. Bisher lag das Ziel bei über 3,2 Milliarden Euro. Die Anhebung ist deutlich mehr als eine kosmetische Korrektur.

Noch wichtiger ist ein zweiter Schritt. Für die Jahre 2026 bis 2028 will die Commerzbank ihre Gewinne fast vollständig ausschütten. Nach Abzug der AT1-Kupons fließen rund 100 Prozent des Nettoergebnisses als Dividende oder über Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurück.

Das UniCredit-Angebot verpufft

Am 8. Juli hatte UniCredit ihr offizielles Umtauschangebot vorgelegt. Der Erfolg blieb aus. Nur ein kleiner Teil der angedienten Aktien kam von unabhängigen institutionellen oder privaten Investoren, teilt die Commerzbank mit.

Die Bank selbst wertet das als Vertrauensbeweis in ihren eigenständigen Kurs. Die neuen Kapitalversprechen sollen dieses Vertrauen jetzt weiter stärken – und Rückhalt für die „Momentum 2030“-Strategie schaffen. Diese sieht unter anderem den Abbau von rund 3.000 Vollzeitstellen bis Ende des Jahrzehnts vor.

Der Kurs bestätigt die Story

Die Aktie schloss am Montag bei 38,35 Euro. Zum 52-Wochen-Hoch von 38,85 Euro vom 19. Juni fehlen nur 1,29 Prozent. Auf Zwölfmonatssicht steht ein Plus von 33,16 Prozent, seit Jahresanfang sind es 5,04 Prozent.

Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 11,35 Prozent. Das deutet auf einen stabilen Aufwärtstrend hin. Der RSI von 58,3 signalisiert weder Überkauft- noch Überverkauft-Zustand – Spielraum nach oben bleibt also vorhanden.

Die nächste wichtige Wegmarke folgt schon in wenigen Wochen. Am 6. August 2026 legt die Commerzbank ihre Zahlen für das zweite Quartal vor. Dann zeigt sich, ob die angehobenen Gewinnziele mehr sind als eine Ansage an die UniCredit.

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