Commerzbank Aktie: 39 Prozent unter UniCredit-Kontrolle

UniCredit hält nun 39 Prozent an der Commerzbank und verlängert das Tauschangebot. Das Management lehnt die Offerte weiterhin ab und verweist auf starke Geschäftszahlen.

Die Kernpunkte:
  • UniCredit kontrolliert rund 39 Prozent
  • Tauschangebot bis 3. Juli verlängert
  • Vorstand lehnt Offerte weiter ab
  • Aktie nahe am Rekordhoch bei 37,94 Euro

UniCredit zieht die Schlinge um die Commerzbank enger. Die italienische Großbank kontrolliert inzwischen rechnerisch rund 39 Prozent der Anteile. Damit geht der monatelange Übernahmekampf in die entscheidende Verlängerung.

Verlängerte Frist für Aktionäre

UniCredit hat die Frist für ihr Tauschangebot verlängert. Commerzbank-Aktionäre haben nun bis zum 3. Juli 2026 Zeit. Die ursprüngliche Frist endete am 16. Juni mit einer mageren Quote von 12,51 Prozent.

Aus rechtlichen Gründen darf UniCredit das Angebot nicht mehr nachbessern. Die Italiener bauten ihre Position stattdessen über Derivate massiv aus. Laut Commerzbank haben bisher kaum institutionelle Investoren ihre Papiere eingetauscht. Meist handelten mit UniCredit verbundene Parteien.

Management wehrt sich

Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank lehnen die Offerte weiterhin strikt ab. Sie verweisen auf die eigenständige Strategie. Das aktuelle Umtauschverhältnis bietet aus ihrer Sicht keine angemessene Prämie.

Die Bank untermauert diese Haltung mit starken Geschäftszahlen. Im ersten Quartal 2026 stieg das operative Ergebnis auf 1,4 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr peilt das Management einen Nettogewinn von mindestens 3,4 Milliarden Euro an.

Aktie nahe am Rekordhoch

Am Aktienmarkt reagieren Investoren gelassen. Die Commerzbank-Aktie notiert aktuell bei 37,94 Euro. Sie bewegt sich damit nur knapp unter ihrem jüngsten Rekordhoch von 38,85 Euro. Auf Jahressicht steht ein sattes Kursplus von 34 Prozent.

Am 8. Juli 2026 wird UniCredit das finale Ergebnis der Offerte verkünden. Spätestens dann entscheidet sich der Erfolg der Übernahme. Bis dahin bleibt das Frankfurter Geldhaus auf Eigenständigkeit programmiert.

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