Commerzbank Aktie: Absage an UniCredit
Commerzbank-CEO Orlopp bekräftigt in Davos den eigenständigen Kurs und lehnt eine Integration mit UniCredit ab. Analysten sehen trotz jüngster Kursschwäche weiteres Potenzial.

- CEO Orlopp schließt Fusionspläne klar aus
- Deutsche Bank sieht Kursziel bei 38 Euro
- Aktie verlor seit Jahresbeginn über 6 Prozent
- Bilanzvorlage am 11. Februar als nächster Test
Endgültiger Schlussstrich unter die Fusionsfantasien? Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp nutzte das Weltwirtschaftsforum in Davos für eine unmissverständliche Botschaft. Anstatt auf eine Integration mit der italienischen UniCredit zu setzen, pocht das Management auf die eigene Unabhängigkeit. Diese Klarstellung trifft auf eine Aktie, die nach einer beeindruckenden Jahresrallye zuletzt deutlich korrigierte.
Hier sind die wichtigsten Fakten zur aktuellen Lage:
* Klare Kante: CEO Orlopp schließt Integrationspläne mit UniCredit kategorisch aus.
* Analysten-Votum: Die Deutsche Bank sieht das Kursziel bei 38 Euro.
* Kursschwäche: Seit Jahresbeginn verlor das Papier 6,40 Prozent an Wert.
* Nächster Termin: Am 11. Februar folgen die Bilanzzahlen.
Strategie statt Übernahme
Die monatelangen Spekulationen über einen Zusammenschluss mit der UniCredit erhielten in Davos eine deutliche Absage. Bettina Orlopp bezeichnete die italienische Großbank lediglich als „einen Investor“, mit dem man normale Gespräche führe. Das Management setzt voll auf den eigenständigen Kurs (“Stand-alone”-Strategie) und verweist auf die Erfolge der jüngsten Vergangenheit.
Tatsächlich stützt der langfristige Trend diese Argumentation: Auf Sicht von zwölf Monaten liegt die Aktie mit einem Plus von rund 89 Prozent weit vorne. Steigende Rentabilität und eine attraktive Kapitalrückvergütung sollen beweisen, dass die Bank keinen Partner benötigt, um Werte zu schaffen.
Analysten bleiben zuversichtlich
Trotz der jüngsten Absage an die M&A-Fantasie sehen Experten weiteres Potenzial. Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel auf 38 Euro festgelegt, was vom aktuellen Niveau bei 34,07 Euro einen spürbaren Aufschlag impliziert. Auch JPMorgan passte die Bewertung an: Das Kursziel kletterte von 33 auf 36 Euro, wenngleich die Einstufung auf „Neutral“ verblieb. Diese Anpassungen deuten darauf hin, dass die operative Entwicklung der Bank am Markt honoriert wird, unabhängig von Übernahmeszenarien.
Marktumfeld bremst
Kurzfristig dominiert jedoch die Ernüchterung. Geopolitische Spannungen und die Sorge vor neuen US-Zöllen setzten den Titel unter Druck. Mit einem Wochenminus von 5,44 Prozent rutschte die Notierung unter den 50-Tage-Durchschnitt von 35,05 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch, das Ende Dezember noch bei 41,58 Euro markiert wurde, hat sich mittlerweile auf rund 18 Prozent ausgeweitet. Die Commerzbank reagierte dabei sensibler auf die makroökonomischen Störfeuer als viele europäische Wettbewerber.
Ob die Betonung der Eigenständigkeit ausreicht, um den Abwärtstrend seit Jahresbeginn zu stoppen, entscheidet sich am 11. Februar. Bei der anstehenden Bilanzvorlage muss das Management liefern: Nur wenn die operativen Zahlen die selbstbewusste Haltung aus Davos untermauern, dürfte das Vertrauen der Anleger nachhaltig zurückkehren.
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