Commerzbank Aktie: Analysten-Support

Mehrere Analysten haben ihre Kursziele für die Commerzbank-Aktie angehoben, während der Titel eine kurzfristige Schwächephase durchläuft. Die erfolgreiche Platzierung einer Anleihe unterstreicht die Refinanzierungsstärke.

Die Kernpunkte:
  • Deutsche Bank und JPMorgan erhöhen Kursziele
  • Erfolgreiche Platzierung einer zehnjährigen Euro-Anleihe
  • Aktie notiert unter kurzfristigem Durchschnittskurs
  • UniCredit-Beteiligung bleibt strategischer Faktor

Die Commerzbank startet mit gemischten Vorzeichen in die neue Woche: Kurzfristig drücken Gewinnmitnahmen auf den Kurs, gleichzeitig ziehen mehrere Analysten ihre Zielmarken nach oben und die Bank zeigt Stärke am Anleihemarkt. Entscheidend wird nun, ob der Markt diesem Signal folgt und die Aktie wieder in Richtung der jüngsten Hochs drehen kann.

Analysten heben Ziele an

Am Freitag schloss die Aktie bei 34,39 Euro und damit 1,52 % tiefer. Auf Sicht von 30 Tagen ergibt sich ein Rückgang von rund 17 %, während der Titel im Zwölfmonatsvergleich immer noch deutlich im Plus liegt. Trotz der Konsolidierung bleibt das Bild damit eher eine Verschnaufpause nach einem starken Jahr als ein Bruch im Trend.

Mehrere Investmentbanken haben in den vergangenen Tagen ihre Einschätzungen überarbeitet und das Kurspotenzial nach oben geschraubt:

  • Deutsche Bank Research: Kursziel von 37 auf 38 Euro erhöht, Einstufung „Buy“
  • JPMorgan: Kursziel von 33 auf 36 Euro angehoben, Einstufung „Neutral“
  • RBC: Kursziel von 36 auf 37 Euro erhöht, Einstufung „Sector Perform“

Ausgehend vom Schlusskurs am Freitag signalisiert das höchste neue Kursziel der Deutschen Bank damit ein Potenzial von gut 10 %. Die Bandbreite der Ziele zwischen 36 und 38 Euro markiert zugleich eine wichtige Orientierungszone für die nächsten Wochen.

Parallel dazu hat die Commerzbank eine zehnjährige Euro-Anleihe erfolgreich am Markt platziert. In einem weiterhin anspruchsvollen Zinsumfeld ist das ein Hinweis auf stabilen Zugang zu Refinanzierung und solide Nachfrage nach Papieren des Hauses.

Auch auf der Asset-Management-Seite herrscht Bewegung: Die Fonds-Sparte Commerzbank Aktiengesellschaft FI meldet umfangreiche Umschichtungen, unter anderem mit Aufstockungen in US-Werten wie Goldman Sachs, IBM und Wells Fargo sowie Reduzierungen bei Caterpillar. Diese Aktivität zeigt operative Präsenz im Markt, hat aber nur indirekten Einfluss auf die Entwicklung der eigenen Aktie.

Branchenumfeld und strategische Faktoren

Die jüngste Schwächephase der Commerzbank ist auch vor dem Hintergrund eines nervösen Bankensektors zu sehen. US-Themen schlagen bis nach Europa durch: Eine Klage von US-Präsident Donald Trump gegen JPMorgan und deren CEO Jamie Dimon wegen Kontoschließungen hat die Stimmung kurzzeitig belastet, hinzu kommen gemischte Quartalsergebnisse amerikanischer Banken. Diese Unsicherheit färbt auf europäische Finanztitel ab und dürfte zum Rücksetzer am Freitag beigetragen haben.

Strategisch bleibt der Großaktionär UniCredit mit einem Anteil von 26 % ein zentraler Faktor. Die Beteiligung sorgt für anhaltende Übernahmespekulationen, was nach Einschätzung vieler Marktteilnehmer einerseits eine Art „Untergrenze“ im Kursverlauf bildet, andererseits aber auch Unsicherheit über die langfristige Ausrichtung mit sich bringt.

Charttechnisch bewegt sich die Aktie derzeit knapp unter dem Niveau der kurzfristigen Durchschnittskurse. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 35,16 Euro, der Kurs handelt rund 2 % darunter. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 31,57 Euro ist dagegen noch klar nach unten abgesetzt, was den übergeordneten Aufwärtstrend unterstreicht. Mit einem RSI von 45,6 ist die Aktie weder überkauft noch überverkauft.

Technische Marken und Ausblick

Für die beginnende Woche rückt besonders die Zone um 35 Euro in den Blick. Ein Anstieg über diese Marke würde den Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt verringern und könnte ein erstes Signal für eine Stabilisierung nach der Korrektur der vergangenen Wochen liefern.

Im größeren Bild bleibt der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch von 41,58 Euro mit rund 17 % moderat, während der Titel noch immer deutlich über dem 52‑Wochen-Tief von 18,06 Euro notiert. Das Chance-Risiko-Profil wird damit stark davon abhängen, ob es gelingt, die aktuelle Konsolidierung oberhalb der Region um 34 Euro zu verteidigen und schrittweise wieder in Richtung der von den Analysten skizzierten Zielzone von 36 bis 38 Euro vorzurücken.

Substanzielle Impulse dürften kurzfristig vor allem aus zwei Richtungen kommen: Zum einen aus der weiteren Nachrichtenlage im Bankensektor, insbesondere aus den USA, zum anderen aus der Bewertung der jüngsten Analysten-Upgrades durch den Markt. Hält die Aktie die Unterstützungszone um 34 Euro und gelingt ein nachhaltiger Ausbruch über 35 Euro, wäre der Weg in Richtung der genannten Kursziele aus technischer Sicht zunächst frei.

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