Commerzbank Aktie: Boden gesucht

Die Commerzbank meldet ein operatives Rekordergebnis, wird jedoch durch Abschreibungen bei Aquila Capital belastet. Zugleich läuft ein Aktienrückkauf und die Rolle von Großaktionär Unicredit bleibt strategisch relevant.

Die Kernpunkte:
  • Operatives Ergebnis steigt um 18 Prozent
  • Abschreibungen bei Aquila Capital belasten Bilanz
  • Neues Aktienrückkaufprogramm bis Ende März
  • Unicredit hält rund 26 Prozent der Anteile

Nach dem Rücksetzer vom Freitag startet die Commerzbank mit dem Versuch einer Stabilisierung in die neue Woche. Die vorläufigen Jahreszahlen für 2025 liefern zwar Rekorde beim operativen Ergebnis, doch Abschreibungen rund um Aquila Capital haben die Stimmung spürbar gedämpft. Gleichzeitig rückt ein Thema wieder nach vorn: die strategische Lage im Umfeld des Großaktionärs Unicredit.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
– Operatives Ergebnis 2025: 4,5 Mrd. Euro (+18%)
– Vorläufiges Nettoergebnis 2025: 2,63 Mrd. Euro
– Bereinigtes Nettoergebnis 2025: 3,0 Mrd. Euro
– Dividendenvorschlag: 1,10 Euro je Aktie
– Aktienrückkauf: bis zu 540 Mio. Euro (läuft seit dem 12. Februar, bis Ende März)
– Unicredit-Anteil: rund 26%

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Jahreszahlen: Rekord trifft Abschreibungen

Der Verkaufsdruck am Freitag folgte auf gemischte Reaktionen auf die vorläufigen 2025er-Zahlen. Operativ lieferte die Bank ein Rekordergebnis von 4,5 Milliarden Euro, das 18% über dem Vorjahr lag. Auch das bereinigte Nettoergebnis (ohne Restrukturierungsaufwendungen) markierte mit 3,0 Milliarden Euro einen Rekord.

Trotzdem blieb bei Anlegern ein Haken hängen: Abschreibungen im Zusammenhang mit der Beteiligung Aquila Capital belasteten das Gesamtbild. Dazu kam, dass es laut Bericht im Vorfeld teils höhere Erwartungen an Ausblick und operative Dynamik gab – ein Umfeld, in dem Gewinnmitnahmen nach guten Zahlen schnell entstehen.

Dividende und Rückkauf: Kapitalpolitik als Stütze

Unabhängig von der kurzfristigen Volatilität hält der Vorstand an einer klar aktionärsfreundlichen Linie fest. Für 2025 soll der Hauptversammlung eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie vorgeschlagen werden – deutlich mehr als im Vorjahr.

Zusätzlich läuft bereits ein neues Aktienrückkaufprogramm: Seit dem 12. Februar will die Bank eigene Aktien im Volumen von bis zu 540 Millionen Euro erwerben; abgeschlossen sein soll das Programm bis Ende März. Solche Maßnahmen können den Kurs stützen, weil sie Kapital an Aktionäre zurückführen und das Angebot an frei handelbaren Aktien reduzieren.

Unicredit bleibt der strategische Faktor

Über das Wochenende rückte Unicredit als Großaktionär erneut in den Mittelpunkt. Laut den genannten Medienberichten vom Samstag hält die italienische Großbank inzwischen rund 26% und bleibt damit ein entscheidender Faktor für die künftige Ausrichtung.

Wird die höhere Ausschüttungspolitik damit auch Teil der Positionierung im Übernahmeumfeld? Im Quelltext wird dies als mögliche Deutung im Markt erwähnt: Eine attraktivere Ausschüttung könne die Aktie für bestehende Aktionäre interessanter machen und eine Übernahme teurer wirken lassen. Ein offizielles Übernahmeangebot von Unicredit-Chef Andrea Orcel liegt laut Bericht weiterhin nicht vor.

Charttechnik: Blick auf die 200-Tage-Linie

Nach dem Rücksetzer testet der Kurs wichtige Unterstützungsbereiche. Als zentrale Orientierung nennen Charttechniker die 200-Tage-Linie – vor allem dann, wenn die Erholung zum Wochenstart nicht trägt. Die vorbörsliche Indikation am Montag deutet zunächst auf eine leichte Entspannung hin, entscheidend bleibt aber, ob daraus im regulären Handel eine stabile Bewegung wird.

Zumindest kurzfristig stehen damit zwei Terminebenen im Fokus: der Verlauf der Erholung nach dem Freitagsminus und der laufende Rückkauf, der bis Ende März abgeschlossen sein soll.

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