Commerzbank Aktie: Citigroup hebt Kursziel auf 42 Euro

Citigroup setzt das Kursziel auf 42 Euro; Übernahmepläne, Rückkäufe und der Quartalsbericht prägen die weitere Entwicklung.

Die Kernpunkte:
  • Citigroup-Kursziel steigt auf 42 Euro
  • Analyst belässt Bewertung bei Neutral
  • Commerzbank kaufte knapp zwei Millionen Aktien zurück
  • Quartalszahlen für den 5. November angekündigt

Die Bewertung der Commerzbank rückt im Zuge der laufenden Übernahmespekulationen weiter in den Fokus der Finanzanalysten. Gestern passte Borja Ramírez Segura von der Citigroup seine Einschätzung für das Frankfurter Geldhaus an. Der Analyst erhöhte das Kursziel für die Commerzbank-Aktie von 40 auf 42 Euro, beließ die Einstufung des Titels jedoch auf „Neutral“.

Kursziel über dem aktuellen Handelsniveau

Die Anpassung des Kursziels setzt eine neue Orientierungsmarke für die Aktie. Das Papier notiert vorbörslich bei 41,65 Euro. Seit dem Jahresanfang verzeichnet der Titel einen Wertzuwachs von 15 Prozent.

Spannungsfeld zwischen UniCredit und Bundesregierung

Die Debatte um die Zukunft des Instituts prägt weiterhin das Umfeld. Am Freitag plädierte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp im Gespräch mit der Schweizer Wirtschaftsfachzeitung Finanz und Wirtschaft für einen konstruktiven Dialog mit der UniCredit.

Ziel sei es, künftig mehr Wert für Aktionäre und Stakeholder zu schaffen. Mittelfristig hält Orlopp eine Integration der UniCredit-Tochter HypoVereinsbank in die Commerzbank für denkbar, vorausgesetzt, die italienische Großbank erreicht die dafür erforderliche Mehrheit.

Gestern wurden zudem die Erwartungen der Bundesregierung deutlicher. Medienberichten zufolge verlangt der Bund von UniCredit-Chef Andrea Orcel zeitnahe verbindliche Zusagen.

Demnach soll die Commerzbank eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt bleiben, ihr Mittelstandsgeschäft ausbauen und wesentliche Entscheidungen in Deutschland treffen. Laut dpa-AFX pocht die Regierung überdies auf Garantien für Beschäftigtenrechte sowie den Betriebsratsdialog.

Zeitgleich berichtete die Financial Times, UniCredit-Chef Orcel strebe eine Beschleunigung der Übernahme an. Geplant sei, nach den notwendigen behördlichen Freigaben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung alle zehn Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat auszutauschen und Vorstandschefin Orlopp abzulösen. UniCredit äußerte sich laut dpa-AFX nicht zu diesen Berichten.

Aktienrückkauf und kommende Quartalszahlen

Ungeachtet der Übernahmediskussion setzt die Commerzbank ihre angekündigten Kapitalmaßnahmen fort. Das Institut erwarb im Zeitraum vom 14. bis einschließlich 18. September insgesamt 1.976.889 eigene Aktien zurück. Seit dem 4. September summiert sich das Volumen damit auf 4.217.261 Papiere.

Neue fundamentale Einblicke in die operative Entwicklung stehen Anfang November an. Die Commerzbank hat die Vorlage ihrer Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026 für den 5. November 2026 angekündigt.

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