Commerzbank Aktie: Dienstag endet Annahmefrist
Nur 12 Prozent der Commerzbank-Aktien wurden bislang angedient. Das Management rät von der Annahme ab und verweist auf den über dem Angebot liegenden Kurs.

- Annahmefrist endet am Dienstag
- Bislang 12 Prozent angedient
- Commerzbank rät von Annahme ab
- Aktienkurs über Angebotswert
Die Uhr tickt für die Aktionäre der Commerzbank. Bis Dienstag läuft die reguläre Annahmefrist für das Umtauschangebot der UniCredit. Bislang haben Investoren knapp 12 Prozent des Kapitals angedient. Die Frankfurter Bankführung wehrt sich massiv.
Die Italiener meldeten am Freitag einen neuen Zwischenstand. Demnach flossen 133,8 Millionen Commerzbank-Aktien in das öffentliche Angebot. UniCredit hält parallel dazu bereits direkt 26,8 Prozent des Kapitals. Hinzu kommen Finanzinstrumente über Millionen weiterer Stimmrechte.
Harte Kritik aus Frankfurt
Das Management der Commerzbank rät dringend von der Annahme ab. Laut eigenen Analysen hat bisher kein einziger institutioneller Investor seine Papiere eingereicht. Die Beteiligung der Privatanleger liegt bei verschwindend geringen 0,05 Prozent.
Die eingereichten Aktien stammen laut Commerzbank fast ausschließlich von Parteien mit Verbindung zur UniCredit. Diese Akteure besaßen vor dem Angebot angeblich keine wesentlichen Anteile.
Kursverlauf stützt den Widerstand
Ein Blick auf den Kursverlauf gibt den Frankfurtern Rückendeckung. Die Commerzbank-Aktie notiert durchgehend deutlich über dem rechnerischen Wert des UniCredit-Angebots. Dieses sieht 0,485 neue UniCredit-Aktien je Commerzbank-Papier vor.
Zum Wochenende schloss die Aktie bei 36,76 Euro. Damit liegt der Kurs komfortabel über seinem langfristigen Durchschnitt. Der Abstand zum jüngsten Jahreshoch von 38,15 Euro bleibt gering.
Am Dienstag um 24:00 Uhr endet die reguläre Frist. Eine zusätzliche Annahmeperiode startet voraussichtlich am 20. Juni. Die Commerzbank wird in den kommenden Tagen weitere Daten zur Herkunft der eingereichten Papiere vorlegen.
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