Commerzbank Aktie: DZ Bank hebt Kursziel auf 46 Euro

Commerzbank und UniCredit verhandeln erstmals formell über einen möglichen Kontrollwechsel. Analysten sehen weiteres Kurspotenzial, die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch.

Die Kernpunkte:
  • Erstes formelles Treffen zwischen Orlopp und Orcel
  • Rückkaufprogramm als Signal für Verhandlungen
  • DZ Bank hebt Kursziel auf 46 Euro
  • Aktie nahe 52-Wochen-Hoch

Die Verhandlungen um einen Kontrollwechsel bei der Commerzbank haben in der vergangenen Woche eine neue Stufe erreicht. Vorstandschefin Bettina Orlopp und UniCredit-Chef Andrea Orcel sprachen am Dienstag erstmals formell über bilanzielle, rechtliche und risikobezogene Fragen im Zusammenhang mit einem möglichen Kontrollwechsel, wie Bloomberg berichtete. Im Hintergrund steht die Erwartung, dass die EZB eine regulatorische Konsolidierung durch UniCredit einfordern könnte.

Rückkaufprogramm als Verhandlungsmasse

Das Rückkaufprogramm über 1,2 Milliarden Euro, das die Commerzbank Anfang August angekündigt hatte, wird von Marktbeobachtern zunehmend als Signal in Richtung der laufenden Gespräche gelesen. Ein größeres Rückkaufvolumen verändert die Kapitalstruktur und damit auch die Verhandlungsbasis für einen möglichen Zusammenschluss.

Orlopp hatte bereits im Zuge der Halbjahreszahlen an Orcel appelliert, die Stärken des Commerzbank-Geschäftsmodells nach einer Übernahme zu bewahren, und sich zuversichtlich gezeigt, „Schritt für Schritt eine gemeinsame Basis finden zu können“, wie das Handelsblatt zitierte.

Dass beide Seiten nun offiziell an einem Tisch sitzen, markiert einen Wendepunkt in einem Prozess, der sich zuvor überwiegend über öffentliche Stellungnahmen und aufsichtsrechtliche Weichenstellungen abgespielt hatte. Für Anleger ist die formelle Gesprächsaufnahme ein Indiz dafür, dass beide Konzerne konkrete Strukturfragen klären wollen, statt weiter nur über die grundsätzliche Übernahmerichtung zu sprechen.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Die DZ Bank erhöhte am 10. August ihren fairen Wert für die Commerzbank-Aktie von 42 auf 46 Euro und bestätigte ihre Kaufempfehlung. Die Anhebung fiel damit in dieselbe Woche wie die Aufnahme der formellen Gespräche und unterstreicht, dass Analysten der Übernahmesituation zusätzliches Kurspotenzial zuschreiben.

Am Kapitalmarkt zeigt sich die Aktie robust: Am Freitag schloss das Papier bei 39,85 Euro und damit nur 0,6 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 40,11 Euro. Auf Monatssicht steht ein Plus von 4,4 Prozent zu Buche, was die These stützt, dass der Markt die Fortschritte bei den Übernahmegesprächen positiv einpreist.

Was die Gespräche für Anleger bedeuten

Die formelle Gesprächsaufnahme zwischen Orlopp und Orcel verschiebt den Fokus von der reinen Frage „ob“ hin zur Frage „wie“ ein möglicher Zusammenschluss ausgestaltet wird. Bilanzielle und risikobezogene Details, wie sie laut Bloomberg nun besprochen werden, entscheiden maßgeblich über Bewertungsfragen, etwaige Synergien und die künftige Aufstellung der fusionierten Bank.

Solange die EZB ihre Haltung zur Konsolidierung nicht abschließend klärt, bleibt der Ausgang offen. Die jüngste Kurszielanhebung der DZ Bank signalisiert jedoch, dass zumindest ein Teil der Analystengemeinde der Aktie unabhängig vom Ausgang der Gespräche weiteres Aufwärtspotenzial zutraut.

Anzeige

Commerzbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Commerzbank-Analyse vom 16. August liefert die Antwort:

Die neusten Commerzbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Commerzbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Commerzbank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Commerzbank