Commerzbank Aktie: Fusion gescheitert
Die Commerzbank beendet die Übernahmegespräche mit UniCredit aufgrund von Bewertungsdifferenzen und präsentiert starke Eigenständigkeitszahlen für 2025.

- Fusionsgespräche wegen Bewertungsstreit beendet
- Starkes operatives Ergebnis von 4,5 Milliarden Euro
- Dividendenvorschlag von 1,10 Euro je Aktie
- UniCredit plant Kapitalerhöhung für neues Angebot
Die Commerzbank hat die Fusionsgespräche mit UniCredit offiziell für beendet erklärt. Der Vorstand sieht keine Grundlage für eine einvernehmliche Transaktion — und das, obwohl die Mailänder Bank bereits knapp 30 Prozent der Stimmrechte kontrolliert.
Der Kern des Konflikts liegt in der Bewertung. UniCreditss Tauschangebot impliziert rund 30,80 Euro je Commerzbank-Aktie — ein Wert, der unter dem aktuellen Kurs von 31,48 Euro liegt. Eine marktübliche Prämie, wie bei Übernahmen üblich, bot UniCredit nicht an. Die Commerzbank-Führung argumentiert zudem, dass ein Großteil der skizzierten Synergien auch eigenständig realisierbar sei — ohne die Risiken einer grenzüberschreitenden Integration.
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Eigenständigkeit mit Zahlen untermauert
Die Bank hat gute Argumente für ihren Kurs. Im Geschäftsjahr 2025 steigerte sie das operative Ergebnis um 18 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro, das Nettoergebnis lag bei 2,6 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss wuchs um 7 Prozent auf 4 Milliarden Euro, getragen von starkem Wertpapiergeschäft und solidem Kreditwachstum im Firmenkundenbereich. Die harte Kernkapitalquote CET 1 liegt bei komfortablen 14,7 Prozent.
Für die Hauptversammlung am 20. Mai schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie vor — ein deutliches Signal an Aktionäre, die auch ohne Übernahme gut bedient werden sollen. Gleichzeitig will das Management im Mai eine aktualisierte Strategie vorstellen und die Finanzziele für 2026 präzisieren. Das Nettoergebnis soll dabei über der ursprünglichen Zielmarke von 3,2 Milliarden Euro liegen.
UniCredit gibt nicht auf
Trotz der Absage aus Frankfurt lässt UniCredit nicht locker. Für den 4. Mai hat die italienische Bank eine außerordentliche Hauptversammlung in Mailand einberufen. Die Aktionäre sollen dort über eine Kapitalerhöhung von bis zu 470 Millionen neuen Aktien abstimmen — ein Volumen, das UniCredit für ein formelles Tauschangebot nutzen könnte.
Auf der Gegenseite formiert sich Widerstand: Der deutsche Staat hält weiterhin rund 12 Prozent der Commerzbank-Anteile und zeigt sich einer schnellen Transaktion gegenüber skeptisch. Ob UniCredit ohne eine deutlich höhere Prämie genügend Aktionäre überzeugen kann, dürfte sich spätestens nach der Mailänder Hauptversammlung zeigen — und damit noch vor dem Commerzbank-Strategie-Update am 20. Mai.
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