Commerzbank Aktie: HV am 20. Mai mit Dividenden-Verdoppelung
Commerzbank hält Hauptversammlung während laufender Annahmefrist des UniCredit-Angebots ab. Vorstand lehnt Übernahme ab und setzt auf Eigenständigkeit.

- HV am 20. Mai in Wiesbaden
- Dividende auf 1,10 Euro verdoppelt
- UniCredit bietet Abschlag auf Kurs
- Eigenständigkeitsstrategie „Momentum 2030“
Selten fallen Hauptversammlung und feindliche Übernahme so direkt aufeinander. Am Mittwoch, den 20. Mai 2026, trifft sich die Commerzbank in Wiesbaden — mitten in der laufenden Annahmefrist des UniCredit-Angebots. Die formelle Stellungnahme des Vorstands nach § 27 WpÜG steht noch in dieser Woche aus.
Dividende verdoppelt, Rückkauf erneut geplant
Auf der Tagesordnung stehen zunächst die klassischen Kapitalrückgaben. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie vor — nach 0,65 Euro für das Geschäftsjahr 2024. Das entspricht einer Verdoppelung. Ausgezahlt werden soll am 26. Mai, der Ex-Tag ist der 21. Mai.
Hinzu kommt eine neue Rückkaufermächtigung von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals. Zwei bereits abgeschlossene Programme haben seit September 2025 rund 1,5 Milliarden Euro an Aktionäre zurückgeführt.
UniCredit-Angebot: Abschlag auf den Börsenkurs
Das eigentliche Thema der Woche ist das UniCredit-Angebot. Es liegt bei 0,485 UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie — was auf Basis des UniCredit-Schlusskurses vom 4. Mai rund 31,07 Euro entspricht. Gegenüber dem damaligen Commerzbank-Kurs von 34,02 Euro ist das ein Abschlag von 8,7 Prozent.
Aktuell notiert die Commerzbank-Aktie bei 35,68 Euro — damit liegt der implizierte Angebotspreis noch deutlicher unter dem Marktniveau. Über zwölf Monate hat die Aktie rund 37 Prozent zugelegt.
Eigenständigkeit als Gegenkonzept
Die Commerzbank lehnt das Angebot inhaltlich ab. Der UniCredit-Plan sei vage und berge erhebliche Umsetzungsrisiken. Rückendeckung kommt aus der Politik: Bundeskanzler Friedrich Merz nannte das Vorgehen der UniCredit „feindlich und aggressiv“ und lehnte es ab.
Als Alternative präsentierte die Commerzbank im Mai ihre Strategie „Momentum 2030″. Das Ziel: eine Eigenkapitalrendite von 21 Prozent bis 2030. UniCredit stellt für denselben Zeitraum 23 Prozent in Aussicht — allerdings nur bei einer erfolgreichen Übernahme. Für den Umbau plant die Bank rund 600 Millionen Euro in Künstliche Intelligenz und baut konzernweit weitere 3.000 Stellen ab.
Zeitplan bis zum Ergebnis
Die Annahmefrist läuft voraussichtlich bis zum 3. Juli 2026. Ein abschließendes Ergebnis erwartet UniCredit allerdings erst 2027 — wegen ausstehender Regulierungsgenehmigungen, unabhängig vom Ausgang der Frist.
Bis dahin empfiehlt die Commerzbank ihren Aktionären, keine Entscheidung zu treffen, bevor die offizielle Stellungnahme vorliegt. Wer das Angebot annehmen will, hat also noch Zeit.
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