Commerzbank Aktie: HypoVereinsbank-Übernahme!

Das Management prüft eine HVB-Integration und hält zugleich an den Finanzzielen für 2026 sowie dem laufenden Aktienrückkauf fest.

Die Kernpunkte:
  • HVB-Übernahme als mögliche Fusionsoption
  • Finanzziele für 2026 bestätigt
  • Rückkauf von knapp zwei Millionen Aktien
  • UniCredit fordert personelle Veränderungen

Im Ringen um die künftige Aufstellung der Commerzbank bringt Vorstandsvorsitzende Bettina Orlopp eine neue Option ins Spiel. Im Rahmen eines möglichen Zusammenschlusses mit der italienischen Großbank UniCredit könne das Frankfurter Institut die deutsche Tochtergesellschaft HypoVereinsbank übernehmen.

Wie Reuters am Donnerstag berichtete, ist damit allerdings noch keine konkrete Transaktion beschlossen. Der Vorschlag zeigt jedoch, wie das Commerzbank-Management die Kontrolle über das Deutschlandgeschäft wahren will.

Finanzziele für das Gesamtjahr bestätigt

Parallel zu den Überlegungen über mögliche Fusionsstrukturen demonstriert die Führungsetage operatives Selbstbewusstsein. Das Management bestätigte am Donnerstag auf einer Konferenz der Bank of America die eigenen Finanzziele für das Jahr 2026. Angestrebt wird demnach ein Zinsüberschuss in Höhe von 8,6 Milliarden Euro. Der Nettogewinn soll 3,4 Milliarden Euro erreichen, während das Institut die Risikokosten bei 850 Millionen Euro erwartet.

Zugleich stützt das Geldhaus den eigenen Aktienkurs über den Kapitalmarkt. Im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms erwarb die Commerzbank im Zeitraum vom 14. bis einschließlich 18. September 2026 knapp zwei Millionen eigene Papiere. Seit dem 4. September summiert sich der Rückkauf damit auf 4.217.261 Aktien.

Bereits zwischen dem 4. und dem 11. September hatte das Institut über 2,24 Millionen Anteile eingezogen. An der Börse notiert die Aktie heute mit einem leichten Plus von 0,6 Prozent bei 42,50 Euro und bleibt damit nur rund 1,9 Prozent von ihrem 52-Wochen-Hoch bei 43,34 Euro entfernt.

Streit über Führung und Einfluss

Die Aussagen zur HypoVereinsbank fallen in eine angespannte Phase der Annäherung zwischen beiden Instituten. UniCredit-Vorstandschef Andrea Orcel strebt Medienberichten zufolge personelle Konsequenzen in Frankfurt an.

Informierten Kreisen zufolge befürwortet der italienische Manager eine Neubesetzung an der Führungsspitze und zielt dabei auf die Vorstandsvorsitzende Bettina Orlopp sowie Aufsichtsratschef Jens Weidmann ab. Zudem lehne UniCredit zwei vom Bund beanspruchte Sitze im Aufsichtsrat ab.

Auch die Politik schaltete sich in die Gespräche ein. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil formulierte gegenüber Orcel klare Bedingungen für eine mögliche Übernahme.

Demnach müsse das Frankfurter Geldhaus börsennotiert bleiben, seinen Hauptsitz in der Finanzmetropole behalten und die Finanzierung des deutschen Mittelstands ohne Einschränkungen fortführen. Mit dem Modell einer HVB-Integration dreht die Commerzbank die Debatte nun um und bringt eine Gegenübernahme der deutschen Aktivitäten ins Gespräch.

Anzeige

Commerzbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Commerzbank-Analyse vom 28. September liefert die Antwort:

Die neusten Commerzbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Commerzbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Commerzbank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Commerzbank