Commerzbank Aktie: Kahlschlag im Ausland droht!
Die Commerzbank lehnt das Übernahmeangebot der UniCredit ab und warnt vor einer Ausdünnung ihres globalen Netzwerks. Der Vorstand setzt auf Eigenständigkeit und starke Quartalszahlen.

- Vorstand lehnt UniCredit-Übernahmeangebot strikt ab
- Angebot liegt deutlich unter aktuellem Aktienkurs
- Dividendenausschüttung von 1,10 Euro je Aktie geplant
- Quartalszahlen im Mai als nächster Prüfstein
Im Frankfurter Tower der Commerzbank wächst die Sorge vor einem harten Schnitt. Bei einer Übernahme durch die italienische UniCredit droht dem weltweiten Auslandsnetz eine radikale Ausdünnung. Vorstandschefin Bettina Orlopp und Finanzchef Carsten Schmitt sehen nach den jüngsten Spitzengesprächen keinerlei Basis für einen Zusammenschluss.
Das offizielle Angebot aus Mailand liegt auf dem Tisch. Aktionäre sollen 0,485 neue UniCredit-Papiere für jede Commerzbank-Aktie erhalten. Das entspricht einem rechnerischen Wert von rund 30,80 Euro. Das Frankfurter Management lehnt ab. Die von UniCredit-Chef Andrea Orcel skizzierten Synergien ließen sich großteils auch im Alleingang realisieren, argumentiert die Führungsspitze. Ein Fokus der Italiener auf den europäischen Binnenmarkt würde das globale Geschäft mit dem deutschen Mittelstand empfindlich stören. Ein möglicher Abschluss der Transaktion ist ohnehin frühestens für das erste Halbjahr 2027 geplant.
Starke Marktphase als Schutzschild
Am Aktienmarkt honorieren Investoren den Widerstand. Mit einem Schlusskurs von 36,06 Euro am Freitag hat das Papier auf Monatssicht über zehn Prozent zugelegt. Der Abstand zur 50-Tage-Linie wächst stetig. Das Angebot aus Italien liegt preislich weit unter diesem aktuellen Marktniveau.
Dividende und frisches Kapital
Abseits des Übernahmekampfes rückt der Mai in den Fokus. Am 8. Mai präsentiert das Institut die Ergebnisse für das erste Quartal. Kurz darauf folgt die Präsenz-Hauptversammlung in Wiesbaden. Dort steht die Abstimmung über eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie auf der Agenda.
Insgesamt will die Bank rund 1,2 Milliarden Euro an ihre Anteilseigner ausschütten. Zusammen mit den bereits abgeschlossenen Aktienrückkäufen fließt ein Milliardenbetrag an die Aktionäre zurück. Parallel dazu plant der Vorstand, sich eine neue Ermächtigung für weitere Rückkäufe im Volumen von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals einzuholen.
Derweil sichert sich die Bank frische Liquidität am Kapitalmarkt. Ein neu aufgelegter Öffentlicher Pfandbrief spült eine halbe Milliarde Euro in die Kassen. Die Emission ist mit einem Kupon von knapp 2,9 Prozent ausgestattet und erhielt von der Ratingagentur Moody’s die Bestnote Aaa.
Die kommenden Wochen verlangen vom Management eine klare Kante. Anfang Mai will der Vorstand neue Finanzziele für die fortgesetzte Eigenständigkeit präsentieren. Gelingt es, mit starken Quartalszahlen am 8. Mai zu überzeugen, wächst der Druck auf UniCredit, das bisherige Umtauschverhältnis massiv nachzubessern. Spätestens zur Hauptversammlung am 20. Mai ist zudem mit lautstarken Protestaktionen der Belegschaft gegen die Übernahmepläne zu rechnen.
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