Commerzbank Aktie: Klares Signal an Mailand
Die Commerzbank hat ihr Aktienrückkaufprogramm erfolgreich beendet, was den Kurs steigert und eine potenzielle Übernahme durch UniCredit deutlich verteuert.

- Abschluss des milliardenschweren Aktienrückkaufprogramms
- Kursverdopplung erschwert Übernahme durch UniCredit
- Strategie der Kapitalrückgabe an Aktionäre umgesetzt
- Marktbeobachter erwarten neue Schritte von Großaktionär
Der Abwehrkampf um die Eigenständigkeit geht in die nächste Runde. Pünktlich zum Jahresende hat die Commerzbank ihr umfangreiches Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen und demonstriert mit einer Kursverdopplung im Jahr 2025 Stärke. CEO Bettina Orlopp sendet damit eine eindeutige Botschaft an den Großaktionär UniCredit: Eine Übernahme wird teuer.
Strategische Hürde für den Angreifer
Das Management finalisierte das Programm mit einem Volumen von einer Milliarde Euro unmittelbar vor den Feiertagen. Die Eckdaten der Maßnahme verdeutlichen die Dimension:
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- Zeitraum: Ende September bis 17. Dezember
- Volumen: 30.972.690 zurückgekaufte Aktien
- Anteil: Rund 2,75 Prozent des Grundkapitals
- Durchschnittspreis: 32,28 Euro je Anteilsschein
Hinter diesen Zahlen steht eine klare Abwehrtaktik. Da die italienische UniCredit inzwischen direkt und indirekt auf knapp 30 Prozent der Anteile zugreifen kann, verknappt die Commerzbank das Angebot am Markt. Dies treibt rechnerisch den Gewinn je Aktie für die verbleibenden Anteilseigner und verteuert eine potenzielle Komplettübernahme signifikant.
Rekordlauf erhöht den Druck
Mit einem Kursplus von rund 129 Prozent seit Jahresbeginn gehört die Commerzbank zu den stärksten Werten im DAX. Diese Entwicklung erschwert die Argumentation für UniCredit, da typische Übernahmeszenarien oft auf einer Unterbewertung des Zielobjekts basieren. Die hohe Marktkapitalisierung zwingt die Italiener dazu, ihren eigenen Aktionären einen deutlich höheren Preis für eine Fusion zu rechtfertigen.
CEO Bettina Orlopp untermauert mit dem Abschluss des Rückkaufs ihre Strategie „Momentum“. Das Ziel, 100 Prozent des operativen Nettoergebnisses an die Aktionäre auszuschütten, wird durch die aktuelle Maßnahme glaubwürdig umgesetzt. Das Management beweist damit, dass es die aggressive Kapitalrückgabe aus eigener Kraft stemmen kann.
Mit dem Start in den Januar 2026 dürfte die Ruhe am Markt enden. Marktbeobachter rechnen damit, dass der Fokus schnell wieder auf mögliche Schritte von UniCredit-Chef Andrea Orcel rückt, sobald die 30-Prozent-Schwelle überschritten wird. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf werden die kommenden Quartalszahlen sein, die belegen müssen, dass die Bank ihre hohe Bewertung auch operativ dauerhaft rechtfertigen kann.
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