Commerzbank Aktie: Nächster Rückkauf startet
Die Commerzbank startet am 4. September ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1,2 Milliarden Euro und erhöht den Dividendenanteil.

- Neues Rückkaufprogramm über 1,2 Milliarden Euro
- Start am 4. September 2026
- Dividendenanteil soll mindestens 50 Prozent erreichen
- AT1-Emission bis zu 750 Millionen Euro angekündigt
Die Commerzbank legt nach. Der Vorstand hat den Start eines weiteren Aktienrückkaufprogramms über bis zu 1,2 Milliarden Euro beschlossen, nachdem die Europäische Zentralbank und die Finanzagentur den Antrag genehmigt haben. Los geht es bereits an diesem Freitag, dem 4. September 2026 — abgeschlossen sein soll das Programm spätestens bis zum 10. Februar 2027.
Der Rückkauf ist kein isolierter Schritt, sondern Teil der Kapitalrückgabe für das Geschäftsjahr 2026. Insgesamt strebt die Bank für dieses Jahr eine Ausschüttung von rund 3,2 Milliarden Euro an, gestützt auf ein Nettogewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro. Vorstandschefin Bettina Orlopp betonte, die Bank halte ihre Zusagen ein und setze die Kapitalrückgabepolitik konsequent fort.
Dividendenanteil soll steigen
Die Commerzbank will erneut praktisch ihren gesamten Nettogewinn nach Abzug der AT-1-Kuponzahlungen an die Aktionäre zurückgeben. Neu ist die Gewichtung: Der Anteil der Dividende an der gesamten Kapitalrückgabe soll künftig auf mindestens 50 Prozent steigen. Bislang lag der Fokus stärker auf Rückkäufen — dieser Schritt könnte das Signal senden, dass die Bank auch Dividendenanleger stärker bedienen will.
Die beiden vorangegangenen Rückkaufprogramme, die zur Kapitalrückgabe für das Geschäftsjahr 2025 gehörten, hat die Bank bereits abgeschlossen und die erworbenen Aktien eingezogen. Mit dem neuen Programm setzt sich diese Praxis fort: Auch die jetzt zurückgekauften Aktien sollen zu einem späteren Zeitpunkt eingezogen werden, was die Zahl der ausstehenden Aktien verringert und rechnerisch den Gewinn pro Aktie stützt.
Parallel zum Rückkaufprogramm hat die Bank am Devisenmarkt weiterhin ihre Rolle als Kommentatorin behalten — die AT1-Anleiheemission über bis zu 750 Millionen Euro, die Commerzbank London in dieser Woche ankündigte, zeigt zudem, dass die Bank ihre Kapitalstruktur auch über die Fremdkapitalseite aktiv steuert.
Den Fortschritt des laufenden Rückkaufs will die Commerzbank wöchentlich auf ihrer Internetseite veröffentlichen. Anleger erhalten damit einen laufenden Blick darauf, wie schnell die 1,2 Milliarden Euro tatsächlich am Markt investiert werden.
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